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Japan will aus der internationalen Walfangkommission austreten

Nach wie vor ist der Walfang in Japan ein heiß diskutiertes Thema. Während einige auf die Tradition pochen, weisen andere darauf hin, dass es gar kein Interesse an Walfleisch gibt. Trotz alledem entschied sich die japanische Regierung am Donnerstag dazu, aus dem Abkommen mit der Internationalen Walfangkommission (IWC) auszusteigen.

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Die Regierung gab den Austritt bereits den Abgeordneten der regierenden Liberaldemokratischen Partei bekannt. Sie erklärten ihre Entscheidung damit, dass sie wieder den kommerziellen Walfang aufnehmen wollen. Der ist allerdings laut dem Abkommen für Japan verboten. Aus diesem Grund wollen sie aus der Walfangkommission austreten. Zuvor versuchte Japan eine Erlaubnis zu erhalten, mit der Begründung, dass sich der Walbestand erholt habe. Die Mitgliedsländer des IWC lehnten den Antrag jedoch ab.

Seit 1988 fängt Japan eigentlich keine Wale mehr für den Verkauf. Jedoch tötet das Land jährlich Hunderte Tiere unter dem Deckmantel der Forschung. Deswegen steht Japan schon lange international in der Kritik und Länder fordern, dass sie den Walfang vollständig stoppen. Wie nun der geplante kommerzielle Fang stattfinden soll, ist nicht klar.

Experten vermuten jedoch, dass die Regierung in den nahen Gewässern und den exklusiven Wirtschaftszonen auf die Jagd geht. Bereits jetzt gibt es die ersten kritischen Stimmen. Es ist zu erwarten, dass die Mitgliedsländer der IWC Japan scharf für den Plan verurteilen und möglicherweise sogar mit Konsequenzen drohen werden. Da Japans Regierung ebenfalls mit derartigen Reaktionen rechnet, will sie vorab Abgeordnete in die wichtigsten Länder schicken, um Verständnis zu erreichen.
Quelle: NHK

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