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Zur Abschreckung

Japan will bis 2022 Langstreckenraketen erwerben

Das japanische Verteidigungsministerium will bis März 2022 Langstreckenraketen mit einer Reichweite von 500 Kilometern erwerben, die Ziele außerhalb der Reichweite feindlicher Raketen angreifen können.

Die Raketen haben von allen derzeitigen Systemen der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte die längste Reichweite und sollen von F-35-Stealth-Kampfflugszeugen getragen werden.

Neue Raketen als Abschreckungsmaßnahme

Da die japanische Regierung Anfang dieses Jahres ihren Plan, landgestützte Abfangraketenbatterien zu stationieren, verworfen hat, wurde über eine andere Abschreckungsmaßnahme diskutiert, um Angriffe mit ballistischen Raketen zu verhindern und die Möglichkeit zu schaffen, Stützpunkte in anderen Ländern anzugreifen.

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Nach Angaben des Ministeriums plant Japan den Erwerb der norwegischen JSM-Abfangraketen zur Boden- und Schiffsabwehr. Die Entwicklung ist abgeschlossen, die Auslieferung ist für Mitte März 2022 geplant.

Die JSM können im Innern des Rumpfes der F-35 montiert werden und ermöglichen Boden- und Schiffsabwehrangriffe, bei denen die Tarnfähigkeiten des Flugzeugs gut ausgenutzt werden.

Das Ministerium erwägt auch den Einsatz von LRASM- oder JASSM-Raketen des US-Unternehmens Lockheed Martin Corp. mit einer Reichweite von etwa 900 Kilometern auf ASDF F-15-Kampfjets.

Änderung in Japans Verteidigungspolitik

Die Regierung von Premierminister Shinzo Abe hat sich zur Einführung von Langstreckenraketen entschlossen, obwohl keine ordnungsgemäßen Diskussionen darüber geführt wurden, ob der Besitz dieser Raketen mit Japans reiner Verteidigungspolitik gemäß dem Artikel 9 der Verfassung vereinbar ist.

ASDF-Kampfflugzeuge, die von den Stützpunkten Chitose, Misawa, Komatsu, Tsuiki oder Naha aus fliegen, werden in der Lage sein, Raketen abzufeuern, die Nordkorea, China oder Russland erreichen können.

Die nächste Regierung muss der Öffentlichkeit angemessen erklären, ob Langstreckenraketen im Rahmen des verfassungsgemäßen Mindestmaßes der zur Selbstverteidigung erforderlichen Kapazität liegen, so Analysten.

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