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Japan will CO2-Emissionen einsparen und mehr Kernenergie nutzen

Anteil der Energie aus fossilen Brennstoffen soll sinken

Japan überlegt weiter, wie das Land die CO2-Emissionen senken kann. Dafür werden erneuerbare Energien gefördert, allerdings setzt das Land auch auf die Kernenergie.

Das japanische Kabinett nahm am Freitag ein energiepolitisches Papier an, in dem es heißt, dass Japan vor der dringenden Aufgabe steht, die CO2-Emissionen von Energieversorgern zu senken, die stark auf Anlagen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, angewiesen sind, um einen Mangel an sauberer Kernenergie auszugleichen.

Skepsis gegen Atomstrom in der Bevölkerung

Trotz anhaltender Skepsis der Bevölkerung werden in Japan langsam wieder Kernkraftwerke in Betrieb genommen. Zwar wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, allerdings besteht weiterhin ein Restrisiko in einem Land, das oft von Erdbeben getroffen wird.

Japan will, dass der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2030 von 16 Prozent auf 22-24 Prozent der Stromversorgung des Landes steigt, während die Kernenergie von nur 3 Prozent im Jahr 2017 auf 20-22 Prozent steigt. In dem Bericht heißt es, dass auch die Kosten für erneuerbare Energien gesenkt werden müssen.

Japanische Versorgungsunternehmen sind stärker auf Anlagen für fossile Brennstoffe angewiesen als die USA und Europa, so das Papier. Kohle und Erdgas machten 74 Prozent der japanischen Energieversorgung aus.

Bis 2011 machte der Anteil von Kernenergie etwa ein Drittel der japanischen Energieversorgung aus.

Probleme, Kraftwerke wieder ans Netz zu bringen

Trotz des erneuten Vorstoßes der Regierung, Kernenergie zu fördern, verlaufen die Wiederinbetriebnahmen einiger Reaktoren sehr langsam. Einige Reaktoren erfüllen die neuen Sicherheitsstandards nicht oder sind mittlerweile veraltet.

Fast die Hälfte der 54 Kernreaktoren in Japan werden aktuell stillgelegt, nur neun Werke haben nach dem Atomunfall von Fukushima ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Zu viel Atommüll in Japan

Außerdem hat das Land mit einem immer größer werdenden Berg von abgebrannten Brennelementen zu kämpfen. Nachdem das Brennstoffrecyclingprogramm des Landes zum Erliegen gekommen ist, ist die Menge auf 47 Tonnen angewachsen. Die Menge reicht für knapp 6.000 Atombomben aus.

Experten fordern jetzt drastischere Schritte, um den gefährlichen Müll zu reduzieren. Außerdem wird kritisiert, dass Japans Bemühungen einer Denuklearisierung angesichts der Abfallmengen nicht glaubwürdig sind.

Etwa 37 Tonnen abgebrannter japanischer Brennstoffe werden in Frankreich und Großbritannien gelagert, wo sie wiederaufbereitet werden. Japans wichtigste Wiederaufbereitungsanlage in Rokkasho, wo Plutonium und abgebrannte Brennelemente gelagert werden, kann den Betrieb noch nicht wiederaufnehmen.

Um die Situation zu verbessern, strebt Japan ein internationales Treffen an, bei dem eine verbesserte Zusammenarbeit und eine Formulierung einer internationalen Grundstrategie für den Umgang mit radioaktiven Abfällen besprochen werden soll.

Quelle: AS, Kyodo

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