Anzeige
HomeNachrichten aus JapanJapan will die maximale Laufzeit von Atomkraftwerken velängern

Neues System soll die Sicherheit garantieren

Japan will die maximale Laufzeit von Atomkraftwerken velängern

Japan plant, die maximale Laufzeit von Atomkraftwerken, die derzeit bei maximal 60 Jahren liegt, zu verlängern. Der Leiter der japanischen Atomaufsichtsbehörde, Shinsuke Yamanaka, sagte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz, dass dafür die Regel der Betriebsdauer aus den Vorschriften gestrichen werden wird.

Anzeige

Diese Änderung steht im Einklang mit dem Ziel des japanischen Premierministers Fumio Kishida, die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und gleichzeitig eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten.

Laufzeit von Atomkraftwerken nach Fukushima auf 40 Jahre begrenzt

Nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi vor mehr als 10 Jahren ist die Sorge in der Bevölkerung über die Sicherheit von Kraftwerken allerdings groß, auch wenn die Atomkraftbefürworter immer mehr werden.

LESEN SIE AUCH:  Japan erwägt den Bau neuer Atomkraftwerke

Eigentlich wurde die maximale Laufzeit der Kraftwerke nach der Katastrophe auf 40 Jahre begrenzt. Sie kann allerdings einmalig um 20 Jahre verlängert werden, wenn verschiedene Sicherheitsrichtlinien erfüllt sind und eine Prüfung der Aufsichtsbehörde erfolgt ist.

Anzeige

Die Umsetzung ist für die Betreiber allerdings kostenintensiv und mehrere Neustarts wurden bereits von der Aufsichtsbehörde wegen Mängeln untersagt.

Auf der Pressekonferenz versuchte Yamanaka daher auch die Öffentlichkeit zu beruhigen, indem er versprach, dass die strengen Vorschriften niemals aufgeweicht werden.

Atomaufsichtsbehörde will System aufbauen, dass die Sicherheit garantiert

Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie teilte am Mittwoch mit, dass es die Betriebsdauer der Reaktoren auf der Grundlage einer Verordnung in seinem Zuständigkeitsbereich festlegen werde, und der Plan wurde von der Regulierungsbehörde genehmigt.

Die Atomaufsichtsbehörde plant nun ein System aufzubauen, dass die Sicherheit jedes alternden Atomkraftwerks in Japan gewährleistet.

Shinsuke Yamanaka wurde Ende September zum neuen Leiter der japanischen Atomaufsichtsbehörde gewählt. Er ist Experte für Nuklearmaterialien und ist bereits seit 2017 Kommissar der Behörde.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuste Artikel