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Japan will ersten Computervirus gegen Cyberangriffe entwickeln

In Hinsicht auf die Olympischen Spiele möchte die japanische Regierung die Cybersicherheit des Landes deutlich verstärken. Japan stellte nun am Montag seine neue Abwehrmaßnahme vor. Ein eigenes Computervirus soll Cyberangriffe abwehren.

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Das Verteidigungsministerium erklärte, wie die Malware genau funktioniert, die sie bis nächsten März entwickeln wollen. Der Virus solle in die Computer von Angreifern eindringen und deren System infiltrieren. Als Abschreckung soll er dann weitere Angriffe verhindern. Private Unternehmen sollen die Malware unter Anleitung des Ministeriums entwickeln.

Experten betrachten die Maßnahmen besorgt. Es kann nämlich sein, dass Japan mit dem Virus die Grenzen der Verteidigungspolitik überschreitet. Das Ministerium versicherte jedoch bereits, dass sie den Computervirus nur zur Verteidigung und nicht zu präventiven Angriffen einsetzen wollen. Cyberangriffe wollen sie nur erlauben, wenn nötig und nur gegen gleichwertige Länder oder Organisationen.

Es wäre das erste Mal, dass Japan einen derartigen Virus zur Verteidigung einsetzt. Wie jedoch bereits angekündigt, will die Regierung die Verteidigungsfähigkeiten in allen Bereichen ausbauen, da die Technologien immer fortschrittlicher werden. Die neuen Verteidigungsrichtlinien von letztem Dezember sehen deswegen vor, die Sicherheit im digitalen Bereich zu verstärken.

Die Cybersicherheit ist dabei aktuell Japans größtes Problem, denn sie liegt weit hinter anderen Ländern zurück. Das Ministerium plant aktuell, die Zahl der Mitarbeiter in dem Bereich von 150 Personen auf 220 aufzustocken. Im Vergleich ist das jedoch immer noch ziemlich wenig. Die USA kommt so auf 6.200 Personen, Nordkorea auf 7.000 und China sogar auf 130.000.

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Quelle: Mainichi Shimbun

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