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Auch Körperscanner geplant

Japan will Gepäckkontrollen für Hochgeschwindigkeitszüge einführen

Das japanische Verkehrsministerium treibt Pläne voran, um Gepäckkontrollen bei Hochgeschwindigkeitszügen einzuführen. Außerdem sind auch Körperscanner geplant.

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Mitarbeiter des Ministeriums arbeiten daran eine Ministerialverordnung zu überarbeiten, damit die neue Verordnung am 1. Juli in Kraft treten kann. Mit der Maßnahme soll während der Sommerspiele Anschläge verhindert werden.

Gesetz soll Gepäckkontrollen möglich machen

Die Pläne gegen zum Teil auf dem Anschlag im Juni 2018 zurück, als ein Mann in einem Shinkansen drei Passagiere erstach.

Das Gesetz für den Bahnbetrieb in Japan erhält derzeit keine Bestimmungen für das Personal, das Gepäck von Reisenden zu untersuchen.

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Durch Überarbeitung der Ministerialverordnung erhalten Bahnbetreiber die Befugnis, Kontrollen durchzuführen und jeden, der sich weigert, aus einem Zug oder dem Bahnhof zu verweisen.

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Geplant sind auch Körperscanner an den Eingangstoren und zusätzliches Sicherheitspersonal, dass verdächtige Personen aus der Warteschlange zieht.

Außerdem sollen Spürhunde auf den Bahnhöfen eingesetzt werden.

Pläne werfen einige Fragen auf

Da Hochgeschwindigkeitszüge in Japan allerdings einen sehr engen Fahrplan haben, stellt sich die Frage, wie die Maßnahmen umgesetzt werden sollen, ohne das die Fahrpläne geändert werden. Zudem sind die Sicherheitsmaßnahmen nur auf die großen Bahnhöfe und schnellen Züge beschränkt, ein umgehen ist daher recht einfach.

Dementsprechend kamen von den Bahnbetreibern eher verhaltende Äußerungen zu den Plänen.

Ein Sprecher von East Japan Railway sagte: „Sobald die Regeln festgelegt sind, werden wir alle möglichen Maßnahmen in Bezug auf Sicherheitstechnologie und -methoden ergreifen, um mögliche Personen einzugrenzen, die auf gefährliche Gegenstände kontrolliert werden sollten.“

Ein Sprecher der Central Japan Railway Co. sagte, dass es schwierig wäre, die vorgeschlagenen Maßnahmen durchzuführen, da der Platz an den Eingangstoren der Bahnhöfe begrenzt sei und solche Kontrollen den Fahrgästen Unannehmlichkeiten bereiten könnten.

Der Sprecher fügte jedoch hinzu, dass weitere Studien durchgeführt würden, um verdächtige Personen zu erkennen und gleichzeitig die Bequemlichkeit des Zugreisens zu erhalten.

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