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Zahnbürsten und weitere Plastikprodukte sollen recycelt werden

Japan will mehr Plastikprodukte recyclen

Die japanische Regierung überlegt, mehr Plastikprodukte von den Gemeinden zum recyclen sammeln zu lassen.

Ein Gremium des Umwelt- und Industrieministeriums soll dafür Ende Juli Vorschläge vorlegen, damit unter anderem Zahnbürsten und Schreibwaren auf die Liste der recycelbaren Plastikprodukte gesetzt werden.

Mehr Plastikprodukten sollen ins Gesetz eingetragen werden

Die japanische Regierung hofft, auf der ordentlichen Sitzung des Landtags im nächsten Jahr einen Plan für die Überarbeitung der Gesetze, wie die Bestimmungen über das Recyclen von Behältern und Verpackungen vorlegen zu können.

Mehr zum Thema:  Das Problem Plastikmüll in Japan wird immer wichtiger

Plastiktüten, Lebensmittelschalen, Shampooflaschen und andere Plastikbehälter werden bereits in über 70 Prozent der japanischen Kommunen im Rahmen des Gesetzes zum Recycling von Behältern und Verpackungen als wiederverwertbarer Abfall gesammelt und an Recyclingunternehmen übergeben. Andere Plastikprodukte,  wie Zahnbürsten, Mappen, Spielzeug und Schüsseln werden jedoch in den meisten Kommunen als brennbarer Abfall gesammelt.

Die japanische Regierung untersuchte Fälle, in denen einige Gemeinden solche Kunststoffartikel zusammen mit Kunststoffbehältern und -verpackungen gesammelt haben und ist zu dem Schluss gekommen, dass diese Methode es den Bürgern erleichtert, wiederverwertbare Güter von nicht wiederverwertbaren Gegenständen zu trennen, was zu höheren Recyclingquoten führt. Das geltende Gesetz verpflichtet die Kommunen, sich darum zu bemühen, Kunststoffbehälter und -verpackungen getrennt von anderen Abfällen zu sammeln. Die geplante Revision würde andere Kunststoffgegenstände einbeziehen.

66 Prozent der Kunststoffabfälle sind Verpackungen und Behälter

Laut einer Analyse des Umweltministeriums waren im Geschäftsjahr 2018 66 Prozent der Kunststoffabfälle aus Haushalten Behälter und Verpackungen, während Plastikflaschen 18 Prozent und andere Gegenstände 16 Prozent ausmachten.

Das Gesetz zur Wiederverwertung von Behältern und Verpackungen wurde 1995 aufgrund der Befürchtung eingeführt, dass der Platz für die Endlagerstätten für Abfälle knapp wird. Die Regierung ist der Ansicht, dass die privaten Recyclingeinrichtungen seither zugenommen haben, wodurch es einfacher geworden ist, eine breitere Palette von gebrauchten Kunststoffwaren zu recyceln, so Quellen.

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