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Neben Lehrkräften sollen auch Pädagogen oder allgemeine Helfer geschickt werden

Japan will mehrere Tausend Lehrer zusätzlich einstellen, um kleinere Klassen zu ermöglichen

Immer mehr Schulen in Japan nehmen schrittweise wieder ihren Betrieb auf. Um eine Ansteckungsgefahr unter Schülern möglichst gering zu halten, sollen Maßnahmen getroffen werden. Unter anderen ist geplant, dass Klassen verkleinert werden, damit es einen Mindestabstand zueinander gibt. Dafür will die japanische Regierung nun 3.100 zusätzliche Lehrer in die Schulen schicken.

Am 22. Mai veröffentlichte das Bildungsministerium ein Handbuch zur Senkung des Infektionsrisikos für die landesweiten Bildungsausschüsse. Es wird dabei empfohlen, dass in besonders stark gefährdeten Gebieten Kinder einen Abstand von zwei Metern halten sollen.

Hilfskräfte und allgemeine Helfer sind ebenfalls geplant

In Bezug dazu ist es Schulen ausnahmsweise erlaubt Lerninhalte auf das nächste Schuljahr übertragen dürfen, wenn sie im Unterricht nicht schaffen können. Da dass allerdings für Kinder in den Abschlussklassen keine Alternative ist, sollen mehr Lehrer dabei helfen, dass sie alles trotz halbierter Klassen rechtzeitig lernen.

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Die Lehrer, darunter schon pensionierte Lehrkräfte, Personal von Nachhilfeschulen und Studenten, sollen in erster Linie an Grund- und Junior Highschools in Gebieten mit einem hohen Risiko zum Einsatz kommen. Prioritäten haben Schüler im sechsten Jahr der Grundschule und Schüler im dritten Jahr der Junior Highschool, die nächsten Frühling ihren Abschluss machen.

Zusätzlich schickt die Regierung 61.200 Hilfskräfte los, die landesweite Kindern helfen sollen, die Probleme beim Lernen wegen der Schulschließungen haben. Ebenfalls soll es mehr Mitarbeiter zu Unterstützung der Schulen geben. Sie sollen unter anderen bei allgemeinen Aufgaben helfen, wie dem Drucken von Unterrichtsmaterialien und Bereitstellung von Informationen für Eltern. Geplant sind bis jetzt 20.600 Helfer einzusetzen.

Finanzielle Unterstützung für die Schulen

Insgesamt soll das ganze zusätzliche Personal und weitere mit ihnen verbundenen Maßnahmen die Regierung um die 261,8 Millionen Euro. Für Schulen sollen dazu jeweils noch weitere 8.445 Euro bis 25.336 Euro erhalten. Mit der finanziellen Unterstützung sollen sie die Präventionsmaßnahmen umsetzten und Bildung für alle Schüler gleichermaßen ermöglichen.

Es wird dabei ausgegangen, dass Schulen vor allem Gesundheitsartikel wie Desinfektionsmittel, Thermografiegeräte und Unterrichtsmaterial für zu Hause ausgeben. Von der Regierung selbst ist ein System geplant, bei dem die Schulleiter entscheiden können, für was sie das Geld verwenden. Sie sollen so mehr Freiheit haben die Maßnahmen umzusetzen und selbst entscheiden, was am notwendigsten ist.

Wie bestimmt wird, wie viel Geld oder Lehrkräfte die Schulen erhalten, ist bis jetzt jedoch noch nicht klar. Das Geld für die zusätzlichen Lehrkräfte und die Fördermittel sind im zweiten Entwurf des Nachtragshaushalts enthalten, der am Mittwoch vom Kabinett genehmigt wurde.

MS

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