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Um humanitäre Krise zu verhindern

Japan will Myanmar mit Lebensmittellieferungen unterstützen

Die Situation in Myanmar spitzt sich immer weiter zu, vor allem für die Zivilbevölkerung. Durch den Militärputsch Anfang Februar wurde eine humanitäre Krise ausgelöst.

Daher hat nun auch Japan beschlossen, zu helfen und will etwa 4 Millionen Dollar (etwa 3,3 Millionen Euro) an Nahrungsmittelsoforthilfen für das Land bereitstellen. Das teilte das Außenministerium mit.

Lebensmittellieferungen für besonders betroffene Region

Es wird erwartet, dass die Hilfe, die über das Welternährungsprogramm der UNO abgewickelt wird, Nahrungsmitteln für ca. 600.000 verarmte Menschen in Rangoon abdeckt. In dieser Region hat sich die Lebensmittelversorgung nach dem Sturz der Regierungschefin Aung San Suu Kyi und ihrer demokratisch gewählten Regierung drastisch verschlechtert.

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„Die jüngste Hilfe ist Teil der Unterstützung unseres Landes für humanitäre Zwecke und wird nach dem Putsch dringend benötigt“, sagte Außenminister Toshimitsu Motegi am Freitag in Tokyo zu Reportern.

Kritik, aber keine Sanktionen aus Tokyo

Japan sucht zurzeit den Dialog mit der Junta, bleibt aber vorsichtig bei den Sanktionen gegen Einzelpersonen und Gruppen zu verhängen, die in den Putsch verwickelt sind. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Europäischen Union haben hingegen bereits Sanktionen aufgestellt.

Japan glaubt, dass solche Strafmaßnahmen Myanmar näher an China heranführen könnten, einem strategischen Konkurrenten der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten im Indopazifik.

Tokyo hat jedoch das gewaltsame Vorgehen des Militärs in Myanmar gegen friedliche Demonstranten verurteilt und ein Ende der Gewalt, die Freilassung Suu Kyis und anderer Häftlinge sowie eine Rückkehr zum demokratischen Prozess gefordert. Zusätzlich hat die Regierung als Reaktion auf den Putsch neue offizielle Entwicklungshilfe für den südostasiatischen Staat auf Eis gelegt.

Hungersnot in Myanmar droht

In der Zwischenzeit hat die UNO-Agentur davor gewarnt, dass bis zu 3,4 Millionen Menschen innerhalb der nächsten sechs Monate Hunger leiden werden, besonders in den städtischen Gemeinden, da die gegenwärtige politische Krise die bereits existierenden Armut und Probleme der COVID-19-Pandemie noch verstärkt.

Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass Familien in den städtischen Zentren aufgrund der ernsten Lebensmittelknappheit an den Rand gedrängt werden. Der durchschnittliche Preis für Speiseöl ist seit Februar in Yangon und im ganzen Land um 18 Prozent gestiegen, so das in Rom ansässige WFP.

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