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Baby in Japan erkrankt lebensbedrohlich an Coronavirus

Japan will Schwangere während der Coronavirus-Pandemie besser schützen

In Japan verstärkt sich die Bedrohung durch den Covid-19 immer weiter. Das Gesundheitsministerium gab nun bekannt, dass sie Maßnahmen ergreifen wollen, um Schwangere besser vor dem Virus zu schützen.

Das Ministerium gab an, dass sie Verbände und Unternehmen auffordern, Telearbeit und gestaffeltes Pendeln zu fördern. Es soll so ein Umfeld geschaffen werden, bei dem Schwangere sich leichter Urlaub nehmen können, wenn sie sich nicht sicher fühlen. Gleichzeitig soll es das Risiko von Gruppeninfektionen bei Arbeitnehmern verhindern.

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Zusätzlich zu der Forderung verteilt das Ministerium über die Kommunalverwaltungen Broschüren. Sie enthalten Details zu Maßnahmen zur Infektionsprävention bei schwangeren Frauen. Es wird darauf hingewiesen, dass es bis jetzt keine Berichte gibt, laut denen Covid-19 zu Totgeburten oder Fehlgeburten führen kann.

Es wird jedoch davor gewarnt, dass Schwangere unter stärkeren Symptomen leiden, wenn sie eine Lungenentzündung entwickeln. Die Broschüre fordert deswegen Frauen auf, Maßnahmen gegen Infektion zu ergreifen, wie Händewaschen und Vermeiden von Menschenmassen. Als zusätzliche Maßnahme plant das Ministerium, Schwangeren über die kommunale Regierung Stoffmasken zur Verfügung zu stellen.

Die Verteilung soll dabei unabhängig vom kürzlich vorgestellten Regierungsprogramm ablaufen, laut dem 50 Millionen Haushalte im ganzen Land zwei Stoffmasken erhalten. Neben den Maßnahmen des Ministeriums empfahl die Japan Society for Reproductive Medicine am Mittwoch Fruchtbarkeitsbehandlungen zu verschieben.

Frauen sollten eine Befruchtung erst wieder in Betracht ziehen, wenn es Medikamente gegen den Virus gibt, die für sie geeignet sind oder die Gefahr einer Ansteckung reduziert ist. Tatsächlich sind einige Medikamente, die bei der Behandlung gegen den Virus verwendet werden, nicht für Schwangere erlaubt. Das ist einer der Gründe, wieso bei ihnen die Symptome deutlich stärker auftreten können. Dazu ist das Risiko deutlich höher sich anzustecken, wenn Krankenhäuser besucht werden.

Ebenfalls besteht die Gefahr, dass sich Neugeborene mit dem Virus infizieren. In Yamanashi wurde am Mittwoch ein Kleinkind eingeliefert, das an dem Covid-19 erkrankte und einen Herzstillstand erlitt. Das Mädchen, das jünger als ein Jahr alt ist, wurde von den Ärzten wiederbelebt. Sie befindet sich jedoch weiterhin in einem kritischen Zustand und wird auf der Intensivstation des University of Yamanashi Hospital behandelt.

Das Krankenhaus selbst muss 44 Mitarbeiter, darunter Ärzte, die das Baby behandelten, zur Selbstisolierung bitten. Bei der Einlieferung war nämlich nicht klar, dass das Mädchen an dem Virus erkrankt war. Aus diesem Grund gab es keine Sicherheitsmaßnahmen und es kann sein, dass Mitarbeiter sich infiziert haben.

JP, Kyodo

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