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Reform bei elektrischen Fahrzeugen

Japan will Segways für die Straße zulassen

Japan ist bei seinem Straßenverkehrsgesetzen ziemlich streng und passt genau auf, was alles gefahren werden darf. Allerdings gab es in den letzten Jahren immer neue Innovationen in Sachen Verkehrsmittel. Die National Police Agency (NPA) überlegt deswegen nun unter anderem Segways für japanische Straßen zuzulassen.

Kürzlich gab die NPA bekannt, dass sie möglicherweise ihre Regelungen für elektrische Fahrzeuge anpassen wollen. Damit könnten nun Elektrobikes, E-Scooter und auch Segways für den breiten Straßenverkehr zugelassen werden. Bisher sind die Fahrzeuge nicht verboten, jedoch dürfen Personen sie nicht überall nutzen.

Segways und Scooter sollen auf Straßen fahren dürfen

Alle elektrischen Fahrzeuge, die keine Autos sind, dürfen aktuell nur in bestimmten Gebieten genutzt werden, wie etwa Parks. Dazu müssen Fahrer auch für Segways einen Führerschein vorweisen. E-Scooter dürften hingegen nicht schneller als 15 Kilometer pro Stunde fahren.

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Geplant ist, dass elektrische Fahrzeuge in drei Gruppen eingeteilt werden, wobei die Geschwindigkeit entscheidend ist. In die erste Gruppe kommen Fahrzeuge mit bis zu sechs Kilometern pro Stunde, worunter unter anderem Laufhilfen und auch Lieferroboter fallen. Sie sollen für öffentliche Gehwege erlaubt werden und benötigen keinen Führerschein.

Gruppe Nummer zwei ist für Fahrzeuge mit bis zu 15 Kilometern pro Stunde. In der Kategorie werden Segways und die E-Scooter erfasst. Sie benötigen weiterhin einen Führerschein, dürfen dafür aber die Radspur auf der Straße oder sogar die Autospur nutzen.

Polizei denkt über Änderungen noch nach

Die letzte Gruppe ist dann für Geschwindigkeiten mit über 15 Kilometern pro Stunde. Für sie wird ebenfalls ein Führerschein benötigt und sie dürfen aufgrund der Geschwindigkeit nur auf der Autospur von Straßen fahren. Neben den Kategorien will die NPA auch eine Regelung zum Tragen von Helmen einführen, wenn die Fahrzeuge allgemein genutzt werden.

Es sei dazu gesagt, dass es sich bisher nur um Überlegungen handelt, die im aktuellen Zwischenbericht festgehalten wurden. Eine endgültige Entscheidung wird es vermutlich erst im März 2022 geben. Neben den neuen Regulierungen für Elektrofahrzeugen hat NPA auch Änderungen zu Radfahrern im Auge.

Sie wollen das Strafsystem ändern, das aktuell mit einer Anklage über die Staatsanwälte mit einer Strafvergabe vor Gericht unnötig kompliziert und so gut wie nutzlos ist. Überlegt wird nun, dass Radfahrer direkt bei einem Vergehen ein Bußgeld ausgestellt bekommen, das nicht Teil einer strafrechtlichen Verfolgung ist und dementsprechend auch nicht registriert wird.

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