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Buchungen sollen vereinfacht werden

Japan will Shinkansen rollstuhlgerechter machen

Japans Verkehrsminister Kazuyoshi Akaba kündigte am Freitag an, dass das Verkehrsministerium ein Komitee einsetzen will, das prüfen soll, wie man Shinkansen für Rollstuhlfahrer besser zugänglich machen kann.

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Das Komitee soll aus Vertretern der Japan Railways Group bestehen, die die Shinkansen in Japan betreibt, so Akaba auf einer Pressekonferenz.

Rollstuhlplätze in Shinkansen können nur umständlich gebucht werden

Die Einrichtung des Komitees ist die Reaktion auf eine Aussage von Eiko Kimura, einem Mitglied der kleinen Oppositionspartei Reiwa Shinsengumi, die sich für ein behindertengerechtes Japan einsetzt. Sie sagte, dass es viele Möglichkeiten zur Verbesserung des Buchungssystems bei Shinkansen gäbe, da Rollstuhlfahrer dieses nicht nutzen können.

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In jedem Shinkansen, gibt es nach Angaben der Bahnunternehmen spezielle Plätze für einen oder zwei Rollstühle. Reisende müssen diese allerdings grundsätzlich mindestens zwei Tage vor der Fahrt telefonisch oder an den JR-Schaltern reservieren.

Kimura, die am Dienstag auf einer Ausschusssitzung des Oberhauses sprach, ist selbst schwerbehindert und an den Rollstuhl gefesselt. Bei der Ausschusssitzung bezeichnete Verkehrsminister Akaba das System als „empörend“.

Japans Verkehrsministerium sieht in den Olympischen Spielen eine Chance für Japan

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Akaba sagte am Freitag, sein Ministerium werde hart daran arbeiten, die Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokyo zu einer Chance zu machen, Japan zu einer integrativen, barrierefreien Gesellschaft zu machen.

Die Metropolverwaltung von Tokyo kündigte vor wenigen Tagen an, dass man an einer Webseite arbeitet, die über barrierefreie Hotels und Restaurants informieren soll. Damit möchte die Stadt es Menschen mit einer Behinderung einfacher machen, ihren Aufenthalt in der Stadt zu genießen, ohne sich Sorgen um die Barrierefreiheit einer Lokation machen zu müssen.

In Tokyo gibt es mehr als 2.000 Hotels, allerdings kaum Informationen darüber, ob sie barrierefrei sind. Es gibt zwar Dienste, die Karten mit Informationen anbieten, diese sind aber oft teuer und nicht vollständig.

In Deutschland bietet zum Beispiel https://barrierefrei-leben.org Kontaktadressen an Kontaktadressen in den Bereichen Wohnen, Bildung und Arbeit, sowie im Inklusionssport

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TJT

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