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Maßnahmenpaket geplant

Japan will sich attraktiver für ausländische Studierende machen

Japans Bildungsministerium will die Zahl der ausländischen Studierenden bis 2027 auf 300.000 erhöhen und damit wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zurückbringen.

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Dafür will man verstärkt anwerben, indem die Attraktivität Japans als Zielland für ein Auslandsstudium hervorhebt und Unterstützung bei der Arbeitssuche anbietet.

Japan will attraktiver werden

Auf der Sitzung des Unterausschusses für Hochschulen des Zentralrats für Bildung am 22. März wird ein Entwurf für eine Förderung für die Hochschulbildung vorgelegt.

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Im Jahr 2008 legte die Regierung einen Plan vor, um die Zahl der internationalen Studierenden bis 2008 auf 300.000 zu erhöhen, und bis 2009 stieg die Zahl dann auch deutlich an. Im Jahr 2009 erreichte die Zahl einen Rekordwert von 310.000.

Durch die Pandemie wurde die Einreise von Ausländern nach Japan allerdings stark eingeschränkt und zeitweise ausgesetzt. Dies führte dazu, dass die Zahl der Studierenden aus dem Ausland auf etwa 242.444 sank, darin enthalten sind allerdings auch Menschen, die an Fernkursen teilgenommen hatten.

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Die Einreisebeschränkungen wurden erst im März dieses Jahres gelockert und neue Studenten kommen wieder nach Japan. Laut des Ministeriums ist man aber noch weit vom Niveau von vor der Pandemie entfernt.

Japan ist kalt zu Studierenden

Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass die Einreisebeschränkungen auf viel Kritik und Unverständnis gestoßen sind und Japan für sehr viele Menschen als Land für ein Studium unattraktiv gemacht haben. Nicht wenige haben sich dazu entschieden, in ein anderes Land zu wechseln, da Japan mittlerweile den Ruf hat, kalt gegenüber ausländischen Studenten zu sein.

Neben Studierenden aus dem Ausland will das Ministerium auch die Zahl der japanischen Studenten erhöhen. Die Zahl der japanischen Studenten, die im Ausland studierten, erreichte 2006 einen Rekordwert von 115.146, geht aber seit 2018 immer weiter zurück.

Das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) konzentriert sich allerdings auf die Aufnahme internationaler Studierender, da es angesichts der rapide sinkenden Geburtenrate unerlässlich ist, talentierte Menschen aus der ganzen Welt aufzunehmen, um Japans Bildungs- und Forschungskapazitäten zu verbessern.

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