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Bisher erst ein Japaner evakuiert

Japan will Staatsangehörige aus Afghanistan weiterhin evakuieren

Kyodo: Japans Verteidigungsminister versprach am Dienstag, dass man die Bemühungen, japanische Staatsangehörige und afghanische Mitarbeiter aus Kabul zu evakuieren, auch nach dem Truppenabzug der USA fortsetzten will.

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Bisher hat man es nur geschafft einen Japaner und 14 Afghanen aus dem Land zu bringen, mehrere hundert Menschen, darunter auch Mitarbeiter der japanischen Botschaft, sind noch im Land.

Bereitstellung von Hilfe für Staatsangehörige hat größte Wichtigkeit

Am Dienstag ordnete Japan den Abzug der SDF an, nachdem die US-Streitkräfte ihren Rückzug aus Afghanistan abgeschlossen hatten.

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Die Sicherheitslage in Kabul ist nach einer Explosion in der Nähe des Flughafens in der vergangenen Woche weiterhin instabil. Während die japanische Regierung die Sicherheitslage vor Ort prüft, hat sie nach Angaben aus Regierungskreisen alternative Methoden für die Evakuierung japanischer Staatsangehöriger und einheimischer Mitarbeiter geprüft.

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„Die Bereitstellung von Hilfe für Menschen aus Japan bleibt eine Aufgabe von größter Wichtigkeit“, sagte Außenminister Toshimitsu Motegi auf einer Pressekonferenz.

Berichten zufolge konnten viele Menschen den Flughafen aufgrund der Taliban-Kontrollpunkte und der sich verschlechternden Sicherheitslage nach den Explosionen am vergangenen Donnerstag, bei denen mehr als 100 Menschen ums Leben kamen, nicht auf eigene Faust erreichen. Nach Angaben von Regierungsvertretern befinden sich nur noch sehr wenige Japaner in Afghanistan.

Verteidigungsminister verteidigt späten Einsatz der SDF

Japan hatte am 23. August beschlossen, SDF-Flugzeugen für eine Evakuierungsmission nach Afghanistan zu schicken. Zwölf Mitarbeiter der japanischen Botschaft waren am 17. August, zwei Tage nach der Machtübernahme durch die Taliban, an Bord eines britischen Militärflugzeugs nach Dubai geflohen.

Auf die Frage, ob der Zeitpunkt für die Entsendung der SDF richtig war, verteidigte Motegi die Entscheidung der Regierung und sagte, sie sei trotz der sich schnell verändernden Situation getroffen worden und er glaube nicht, dass sie zu spät kam.

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Was den Abzug der US-Streitkräfte betrifft, sagte Kabinettschef Katsunobu Kato in einer weiteren Pressekonferenz, Japan schätze die Anstrengungen, die die Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren in Afghanistan unternommen haben. „Tokyo werde mit der internationalen Gemeinschaft für Frieden und Stabilität in dem Konflikt-geplagten Land arbeiten“, so Kato weiter.

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