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Japan will Stoppschilder vor Piraten-Webseiten testen

Warnhinweise sollen illegale Downloads stoppen

Im Moment wird in Japan darüber diskutiert, wie man gegen Piraten-Webseiten vorgehen soll. Eine Idee ist ein Warnsystem, dass aber technisch schwer umsetzbar ist und den Datenschutz massiv verletzen würde.

Eine Möglichkeit soll ein System sein, das Warnungen anzeigt, wenn Menschen auf Webseiten, die Raubkopien anbieten, nach Manga oder anderen urheberrechtlich geschützten Inhalten suchen.

Automatische Warnungen würden Datenschutz verletzen

Allerdings heißt es in einem Bericht eines Expertengremiums des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation, dass so eine Warnung gegen den Datenschutz in Japan verstößt und es könnte technische Hindernisse bei der Umsetzung solch eines Systems geben.

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Das System spielt eine Warnung aus, wenn ein User die Webseite ansurft. Damit dies allerdings funktioniert, müssen Internetprovider eine rechtliche Zustimmung der Benutzer einholen, damit sie den Zugriff auf bestimmte Webseiten überwachen können.

Nachdem die Öffentlichkeit um Meinungen zu diesem System gebeten wurde, sagte das Gremium, es sei mit E-Mails bombardiert worden. In diesen E-Mails wurde besonders auf den Datenschutz hingewiesen.

Test ab Herbst trotz Bedenken

Außerdem haben viele Provider auf die technischen und finanziellen Hürden hingewiesen, die so ein System mit sich bringen würde.

Trotzdem werden einige Anbieter das Warnsystem im Herbst probeweise in Betrieb nehmen, um die Wirksamkeit zu testen.

Nur Benutzer, die einer Überwachung ihres Online-Verhaltens zustimmen, werden in den Test einbezogen. Da derzeit nur eine Handvoll Anbieter über die Technologie zum Betreiben des Systems verfügen, ist nicht zu erwarten, dass die Studie eine umfassende Einschätzung der Funktionsweise liefert.

Das Gremium will auch die Verbreitung eines Filters für Smartphones vorantreiben. Dabei handelt es sich um ein Programm, das von einer Sicherheitsfirma entwickelt wurde. Der Filter verhindert, dass man Piraten-Webseiten ansurfen kann.

Die Installation eines Filters würde nicht das Recht auf Geheimhaltung der Kommunikation verletzen, so das Gremium.

Kein Patentrezept zur Bekämpfung von Piraten-Webseiten

Ebenfalls im Herbst sollen die ersten Tests starten, die Sicherheitsfirma wird dann Filterlisten erstellen, die von dem Programm genutzt werden.

Das Gremium stellte im Bericht fest, dass es zurzeit kein Patentrezept für die Bekämpfung von Piraten-Webseiten gibt.

Das Gremium hat die Machbarkeit des automatischen Warnsystems als Alternative zu einem Vorschlag abgewogen, in dem die Diensteanbieter aufgefordert wurden, den Zugang der Benutzer zu bestimmten Websites gewaltsam zu sperren.

Die Regierung hat sich im vergangenen Jahr vorgenommen, die Sperrung solcher Websites zu legalisieren. Der Vorschlag wurde jedoch aufgrund heftiger Widerstände von Experten eingefroren, die auf die Möglichkeit hinwiesen, dass die Sperrung illegal ist.

Während das automatische Warnsystem als Pilotprogramm gestartet werden soll, sagen Kritiker, dass Aufrufe zum Sperren von Websites wiederkommen und sich verschärfen werden, wenn der Prozess die Rechte der Urheberrechtsinhaber nicht vollständig schützt.

Quelle: AS

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