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Japan will Treibhausemissionen auf Null senken

Keine Treibhausemissionen mehr aus Japan

Japan macht beim Thema Umweltschutz weiter Ernst. Nachdem schon im Bereich Plastiktüten strenge Vorgaben bekannt gegeben wurden, sollen nun auch die Treibhausemissionen auf Null gebracht werden. Einen Plan dazu verabschiedete das Kabinett am Dienstag.

Dieser Plan wurde im Vorfeld des G20 Gipfels ausgearbeitet, auf dem er den Vereinten Nationen vorgestellt werden soll. Schon 2015 wurde das Pariser Abkommen von den G20 Staaten beschlossen, mit dem die Staaten den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen auf idealen 1,5° C über dem vorindustriellen Niveau halten wollen. Japan und Italien sind die einzigen G20 Staaten, die noch kein Konzept dafür vorgelegt haben – das will Japan nun ändern.

Mehr zum Thema:  Japan bereitet Verbot von kostenlosen Plastiktüten vor

Umweltschutz hilft auch der Wirtschaft

Premierminister Shinzo Abe stellte die Bedeutung des Umweltschutzes auch für die Wirtschaft heraus. „Maßnahmen gegen den Klimawandel sind keine Kosten für die Wirtschaft, sondern eine Wachstumsstrategie für die Zukunft. Wir werden einen positiven Zyklus zwischen Umwelt (Naturschutz) und Wirtschaftswachstum schaffen und den Paradigmenwechsel in der Weltklimapolitik anführen.“

In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts will Japan die Treibhausemissionen auf Null bringen. Dazu sollen die Energielieferanten umgestellt werden. Bis zum Jahr 2030 sollen in Japan 22 bis 24 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, 56 Prozent aus fossilen Brennstoffen und 20 bis 22 Prozent aus Kernkraft erfolgen.

Kritik an Nutzung von Kohle- und Atomkraft

Da Japan sowohl Kohlekraftwerke als auch Atomkraftwerke weiter betreiben und Energie aus diesen nutzen will, wird die Klimapolitik von vielen als unzureichend kritisiert. Auch Sicherheitsbedenken in Bezug auf Atomunfälle wie 2011 in Fukushima wurden laut. Deshalb soll mehr auf Wasserstoff gesetzt werden, um die Abhängigkeit von der Kernenergie auf ein „Minimum“ zu reduzieren und fortschrittliche Technologien zur Verbesserung der Effizienz der Stromerzeugung zu entwickeln. Das Gremium, das die Strategie erarbeiten sollte, hatte eigentlich geplant, langfristig alle Kohlekraftwerke abzuschaffen. Doch die Idee wurde fallengelassen, nachdem sowohl von Seiten der Wirtschaft als auch von Seiten der Umweltschützer heftige Kritik kam.

Ab Samstag findet in Karuizawa in der zentraljapanischen Präfektur Nagano das zweitägige G-20-Ministertreffen zu Energiewende und globaler Umwelt zu nachhaltigem Wachstum statt.

Quelle: kyodo

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