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Aktivitäten im Weltraum sollen ausgeweitet werden

Japan will unbemanntes Raumschiff ins All schicken

Das japanische Verteidigungsministerium plant den Bau eines Raumschiffs, dass die Aktivitäten anderer Länder im Weltraum überwachen soll und zur Reparatur japanischer Satelliten im Einsatz eingesetzt werden soll.

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Das Raumschiff wird unbemannt sein und soll sich frei im Weltraum bewegen können.

Forschungskosten für das unbemannte Raumschiff mit 100 Millionen Yen veranschlagt

Für das Projekt, das Teil der Bemühungen Japans ist, seine Fähigkeiten zur Überwachung des Weltraums (SSA) zu verbessern, sind im Haushaltsantrag des Ministeriums für das Jahr 2022 Forschungskosten in Höhe von 100 Millionen Yen (ca. 754.910 Euro) eingeplant. Wann das Raumschiff fertiggestellt sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

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Im Weltraum gibt es zahlreiche nicht mehr funktionierende Satelliten, abgetrennte Raketenteile und anderen Weltraumschrott, die zu Befürchtungen über mögliche Kollisionen mit in Betrieb befindlichen Satelliten führen.

Außerdem besteht die Befürchtung, dass China und Russland sogenannte „Killersatelliten“ entwickeln, die die Satelliten anderer Länder angreifen und lahmlegen können.

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Das Verteidigungsministerium hofft, diese Befürchtungen durch den Einsatz des geplanten Raumschiffs ausräumen zu können. Es soll in der Lage sein, Überwachung in weiten Gebieten durchzuführen, da es im Gegensatz zu Satelliten, die sich in Umlaufbahnen bewegen, frei navigiert werden kann.

Satelliten reparieren, statt sie aufzugeben

Eine weitere Aufgabe, die das neue Raumschiff erfüllen soll, ist die Reparatur und das Auftanken von Satelliten. Wenn Störungen oder Treibstoffmangel behoben werden können, können die Satelliten länger und kostengünstiger in Betrieb bleiben.

Im Weltraum gibt es keine nationalen Grenzen und die internationalen Regeln für die Nutzung des Weltraums bleiben vage. Die Vereinigten Staaten, China und Russland befinden sich in einem Wettrennen bei der Entwicklung von Satelliten, die zur Überwachung von Militäreinrichtungen, zur Erkennung von Raketenstarts und zur Lenkung von Raketen eingesetzt werden können.

Auch das japanische Verteidigungsministerium und die Selbstverteidigungskräfte betrachten den Weltraum als neues Kampfgebiet, ebenso wie den Cyberspace. Die SDF richtete im Mai letzten Jahres ihre erste Raumfahrteinheit ein, und das Land strebt den Start eines SSA-Satelliten bis zum Jahr 2026 an.

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