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Japan will Vaterschaftsurlaub fördern

Mehr Geld soll helfen

Das japanische Arbeitsministerium kündigte an, die Subventionen für Unternehmen, deren Arbeitnehmer in den Vaterschaftsurlaub gehen, zu erhöhen.

Die Quote der Männer, die in den Vaterschaftsurlaub gehen, liegt in Japan derzeit bei rund 6 Prozent – weit entfernt vom Ziel der japanischen Regierung bis 2020 13 Prozent zu erreichen.

Nach dem derzeitigen System erhalten japanische Unternehmen Zuschüsse, wenn sie es ihren Angestellten erleichtern, sich Zeit für die Kinderbetreuung zu nehmen.

Mehr Subventionen sollen den Vaterschaftsurlaub fördern

Bisher erhalten kleine und mittelgroße Unternehmen zwischen 570.000 Yen (ca. 4.827 Euro) und 720.000 Yen für den ersten Vaterschaftsurlaub eines Arbeitnehmers. Die Summe reicht von 285.000 bis 360.000 Yen bei großen Unternehmen. Zuschüsse werden zusätzlich gewährt – je nach Anzahl der genommenen Tage Elternurlaub.

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Das Arbeitsministerium beabsichtigt, diese Subventionen für jeden männlichen Arbeitnehmer in kleinen und mittelgroßen Unternehmen, der Urlaub nimmt, um etwa 100.000 Yen aufzustocken, wenn die Unternehmen mehr Eigeninitiative ergreifen. Details werden noch geprüft, aber große Unternehmen erhalten die Hälfte der Summe, die sie an kleine und mittlere Unternehmen weitergeben können.

In einem UNICEF-Bericht über das Betreuungssystem für Männer auf der Grundlage von Subventionen und der Dauer des Vaterschafts- und Kinderbetreuungsurlaubs im Jahr 2016 belegte Japan im Juni den ersten Platz unter 41 Ländern.

In dem Bericht wurde jedoch auch festgestellt, dass die Zahl der Männer, die das System in Japan in Anspruch nahmen, sehr gering war. Gründe hierfür waren unter anderem, dass Unternehmen es verbieten oder die Unternehmenskultur, die es den Beschäftigten erschwerte, Vaterschaftsurlaub zu beantragen.

Laut einer Umfrage von Kyodo News von 112 großen Unternehmen im August, gab etwas mehr als die Hälfte an, dass Männer weniger als 10 Prozent des Kinderurlaubs in Anspruch nehmen, während 19 Prozent der Befragten mehr als die Hälfte angegeben hatten.

Unternehmen üben Vergeltung

In den sozialen Medien sind persönliche Geschichten über Vergeltungsmaßnahmen von Unternehmen im Zusammenhang mit Vaterschaftsurlaub aufgetaucht, einschließlich der Verlegung von Arbeitsplätzen, was im Allgemeinen bedeutet, dass Mitarbeiter von ihren Familien getrennt leben müssen.

Eine Gewerkschaft mit Sitz in Tokyo sagt, dass Anrufe von Mitarbeitern, die um Rat zu Vergeltungsmaßnahmen für Unternehmen bitten, Berichte über Jobrotationen und deutlich geringere Personalbewertungen nach der Rückkehr aus dem Vaterschaftsurlaub enthalten.

Keiko Ishikawa, eine PR-Beraterin und Expertin für Unternehmenskrisenmanagement, weist Unternehmen darauf hin, dass potenzielle Mitarbeiter Wert auf einen reibungslosen Erziehungsurlaub legen.

Unternehmen müssen erkennen, dass die Schwierigkeit Urlaub zu bekommen, ihre Unternehmenswerte beeinträchtigen und langfristiges Wachstum behindern kann, sagte sie.

Quelle: Kyodo

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