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Regierung reagiert auf Forderung ehemaliger Einwohner

Japan will weitere Gebiete in Fukushima wieder freigeben

Die japanische Regierung kündigte an, dass sie einige Gebiete rund um das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi bis Ende des Jahrzehnts wieder freigeben will.

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Der Beschluss wurde Ende August auf einer gemeinsamen Sitzung des Rates zur Förderung des Wiederaufbaus und des Hauptquartiers für nukleare Notfallmaßnahmen beschlossen.

Regierung schließt komplette Freigabe der Gebiete in Fukushima aus

Gleichzeitig hat die japanische Regierung allerdings ausgeschlossen, dass die Evakuierungsbefehle für alle schwer zugänglichen Gebiete in Fukushima aufgehoben werden, die angekündigte Aufhebung soll nur ein paar Gebiete abdecken.

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Gegenwärtig sind Gebiete, in denen etwa 22.000 Einwohner lebten, als Zonen ausgewiesen, in die man nur schwer zurückkehren kann.

Die nun getroffene Entscheidung betrifft nur dünn besiedelte Gebiete, die außerhalb einer Zone liegen, für die Bereits eine Aufhebung geplant war.

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Einige der stärker besiedelten Gebiete, die aktuell noch gesperrt sind, wurden als Wiederaufbauplätze ausgewiesen, in denen der Evakuierungsbefehl bis zum Frühjahr 2023 aufgehoben werden soll.

Regionale Gemeinschaften hatten die Regierung dazu gedrängt, über eine Öffnung nachzudenken, nachdem sich die japanische Regierung dazu verpflichtet hatte, die notwendigen Aufräumarbeiten zu finanzieren.

Finanzierung über Sonderkonten

Der Plan für die Freigabe der Gebiete ein Fukushima sieht nun vor, dass ehemalige Einwohner gefragt werden sollen, ob sie in die Gebiete zurückkehren wollen. Danach wird die Umgebung der Häuser der Rückkehrer dekontaminiert und wichtige Infrastrukturen wieder aufgebaut.

Außerdem sieht der Plan vor, dass Sozialwohnungen gebaut werden sollen, um es den Rückkehrern zu erleichtern, sich eine neue Existenzgrundlage aufzubauen.

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Der Dekontaminationsprozess wird über zwei Sonderkonten der Zentralregierung finanziert: eines für den Wiederaufbau nach dem großen Erdbeben, dem Tsunami und der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 und ein weiteres für energiepolitische Maßnahmen, das aus den Einnahmen aus den Stromtarifen finanziert wird.

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