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Japan will Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs bei IWC-Diskussion erreichen

Am Mittwoch hat Japan vorgeschlagen, dass die Internationale Walfangkommission (IWC) bei einem Treffen im September über die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs einiger Arten diskutiert.

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Die japanische Regierung zielt darauf ab, einige bestimmte Arten, die häufig vorkommen (wie beispielsweise die Zwergwale), wieder jagen zu dürfen. Zuletzt versuchte Japan die Internationale Walfangkommission 2014 zu überzeugen, den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen, doch der Vorschlag wurde damals abgelehnt.

Aus diesem Grund fordert der japanische Vorschlag nun auch eine Lockerung der IWC-Entscheidungsregeln, um das Gesamtpaket für die Mitglieder gegen Walfang attraktiv zu machen. Momentan wird noch eine Dreiviertelmehrheit der IWC-Mitglieder gefordert, um eine Fangquote festzulegen oder ein Schutzgebiet einzurichten, in dem das Fangen von Walen verboten ist. Durch den japanischen Vorschlag würde die Hürde auf eine einfache Mehrheit sinken und so die Ausweisung neuer Walschutzgebiete erleichtern.

Noch im Juni unterstützten 40 der 88 IWC-Mitglieder den Walfang, wie die japanische Fischereibehörde mitteilte. Bereits 1982 erklärte die IWC ein Moratorium für den kommerziellen Walfang, bevor das Verbot 1986 in Kraft trat. Doch erst zwei Jahre später hat Japan den kommerziellen Walfang eingestellt. Allerdings werden weiterhin Wale zu „Forschungszwecken“ gejagt.

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Für diese Fänge wird Japan immer noch international kritisiert, da sie diese Aktivität angeblich als eine Tarnung für kommerziellen Walfang nutzen. Das Treffen der IWC findet vom 10. bis 14. September in Brasilien statt und wird von einem Vertreter der japanischen Regierung geleitet.

Quelle: Kyodo News

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