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Präfektur und Stadt Hiroshima wollen keinen Widerspruch einlegen

Japan will womöglich Anerkennung von Opfern des „schwarzen Regens“ zurückziehen

Ende letzten Monats legte das Bezirksgericht von Hiroshima fest, dass mehrere Personen als Atombomben-Opfer anerkannt werden, da sie dem schwarzen Regen ausgesetzt waren. Das Besondere an dem Fall ist, dass die Betroffenen sich nicht in dem vorgeschriebenen Gebiet befanden, um als Opfer zu gelten. Die Zentralregierung ist damit jedoch gar nicht glücklich und plant wohl laut einer Regierungsquelle eine Berufung gegen das Urteil.

Zurzeit laufen Abschlussgespräche zwischen der Regierung, der Präfekturregierung von Hiroshima und der Stadtregierung von Hiroshima zu dem Urteil. Am Mittwoch läuft die Frist zur Berufung aus, weswegen die Zeit zumindest für die Zentralregierung drängt.

Kläger wiesen typische Strahlen-Krankheiten auf

Die Präfektur- und die Stadtregierung selbst haben kein Interesse an einer Berufung. Ebenfalls sollen laut einiger Quellen Abgeordnete sich gegen die Berufung stellen und dafür sein, dass mehr Opfer medizinische Unterstützung bekommen, die kein Recht auf die Hilfe haben.

Regulär ist es die Aufgabe der lokalen Verwaltungen zu entscheiden, wer als Atombombenopfer gilt und ein Recht auf die gesundheitliche Versorgung hat. Sie waren es auch, die in dem Verfahren von 84 Klägern verklagt wurden. Da das Programm allerdings von der Zentralregierung ist, dürfen sie Widerspruch einlegen.

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Das Gericht selbst hält weiter an dem Urteil fest, das das erste seiner Art ist. Es sei deutlich, dass die Kläger Symptome einer radioaktiven Verstrahlung durch den Regen haben und alle Krankheiten bekamen, die für Opfer typisch sind. Es sei deswegen laut ihnen nicht abzustreiten, dass sie irgendwie auch außerhalb des vorgeschriebenen Gebietes mit dem Regen oder kontaminierten Objekten in Kontakt kamen.

Rechtsstreit geht schon lange

Bei Klagen in den Jahren 2015 und 2018 wurden zuerst die Anträge für das medizinische Programm und die Anerkennung abgelehnt. Die lokale Regierung war der Meinung, dass es nicht genug wissenschaftliche Beweise gebe, dass der Regen auch außerhalb der Gefahrenzone gefallen ist oder dass die Gesundheitsprobleme der Kläger durch die Strahlung verursacht wurden.

Nach dem derzeitigen System haben Personen, die sich während des Atombombenabwurfs und dem Regen im festgelegten befanden, ein Recht auf kostenlose Gesundheitsuntersuchungen. Wenn sie Krankheiten entwickeln, die durch radioaktive Strahlung verursacht werden, bekommen sie zusätzlich kostenlose Gesundheitsleistungen.

Kyodo

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