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HomeNachrichten aus JapanJapan will zum neuen Jahr mehr als Tausend neue Lehrer einstellen

Budget wird teilweise zum ersten Mal seit 12 Jahren aufgestockt

Japan will zum neuen Jahr mehr als Tausend neue Lehrer einstellen

Während einige Schulen in Japan schließen müssen, weil die Kinder fehlen, gibt es in anderen Regionen einen massiven Lehrermangel. Das will die Regierung nun ändern und verspricht Besserung. Für das Haushaltsjahr 2020 wollen sie 1.726 neue Lehrer an Grund- und Mittelschulen einstellen.

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Am Freitag wurden die Maßnahmen offiziell genehmigt, die bereits im Haushaltsplan für 2020 enthalten sind. Die Entscheidung soll dabei helfen, die Arbeitsreform für Lehrer zu fördern und ist eine Reaktion auf die Änderung der Lehrplanrichtlinien. Um die erhöhte Zahl an Lehrkräften zu ermöglichen, wird dazu ebenfalls das Budget erhöht.

Mehr Geld für einkommensschwache Familien

Der Wert der Subventionen zur teilweisen Finanzierung der Lehrergehälter steigt auf 12,5 Milliarden Euro an. Es ist damit die erste Erhöhung seit zwölf Jahren. Neben den Kosten für die neuen Lehrer wurde ebenfalls das Budget zur Unterstützung einkommensschwacher Haushalte für die Hochschulbildung festgelegt. Ab April sollen allgemein vier Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

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Studenten aus Haushalten mit einem Jahreseinkommen von weniger als 31.300 Euro erhalten eine Unterstützung von 2.307 Euro für Einschreibegebühren und bis zu 4.450 Euro für jährliche Studiengebühren. Wer an einer privaten Universität studiert, kann hingegen mit je bis zu 2.142 Euro und 5.768 Euro rechnen.

Für Studenten aus Haushalten mit mittlerem Einkommen ist eine Förderung von 43.000 Euro vorgesehen, da einige von ihnen nicht unter das neue Hilfsprogramm fallen. Für private Gymnasiasten sind 3.200 Euro vorgesehen, wenn sie aus Haushalten mit einem Jahreseinkommen von weniger als 48.000 Euro kommen. Bis jetzt lagen die Subventionen nur zwischen 1.468 Euro und 2.448 Euro.

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Neben der Unterstützung wurden von der Regierung 11,5 Millionen Euro für ein neues einheitliches Hochschulzugangsprüfungssystem festgelegt. Die 6,5 Millionen Euro für die privaten Englischtests und rund 16,4 Millionen Euro für japanische und mathematische Fächer sind nicht im Budget enthalten. Das Ministerium nahm sie nicht auf, da sie die beiden Maßnahmen nach Kritik wieder fallen ließen.

Kyodo

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