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Probleme mit der Energiegewinnung

Japan wird im nächsten Winter erneut Stromausfälle erleben

Sollte der nächste Winter in Japan erneut sehr kalt werden, könnte insbesondere die Region Tokyo erneut mit Stromausfällen zu kämpfen haben.

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Laut eines Berichts der Organisation für die überregionale Koordinierung der Übertragungsnetzbetreiber wird die Stromreservequote in so einem Fall im Januar und Februar 2023 ins Negative fallen. Auch in anderen Teilen des Landes könnte die Quote unter den Mindestwert von 3 Prozent fallen.

Stromausfälle fast unvermeidbar

Es ist für Tokyo bereits der zweite Winter in Folge, in denen Stromausfälle durch ein Stromdefizit vorhergesagt wird. Dies unterstreicht noch einmal die Anfälligkeit des maroden japanischen Energienetzes.

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Im vergangenen Winter hatte Japan mit sehr eisigen Temperaturen zu kämpfen, was beinahe zu weitreichenden Stromausfällen geführt hatte.

Im Bericht heißt es, dass Japan einige seiner älteren und ineffizienten Wärmekraftwerke für die kommenden Wintermonate wieder in den Betrieb nehmen muss. Allerdings wird im Bericht davor gewarnt, dass dies nicht ausreichen könnte, um die Stromreserven zu erhöhen. Mach Ansicht der OCCTO müssen Maßnahmen zur Drosselung der Nachfrage erwogen werden.

Naturkatastrophen verschärfen die Energieknappheit

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Zudem müssen mehrere Kraftwerke, die wegen des Erdbebens im März abgeschaltet wurden, erst einmal wieder hochgefahren werden. Es ist laut der OCCTO allerdings unklar, wann sie wieder in den Betrieb genommen werden können.

Gleichzeitig rechnet die OCCTO damit, dass es auch während des Hochsommers zu Stromausfällen in Japan kommen wird, wenn die Menschen ihre Klimaanlagen anschalten.

Die Situation wird durch laufende Arbeiten im Atomkraftwerk Genkai verschärft. Der Reaktor Nummer 3 sollte eigentlich am 25. Juni wieder in Betrieb genommen werden, wird nun aber erst am 20. Januar wieder ans Netz gehen. Reaktor Nummer 4 ist bis Ende Februar abgeschaltet.

Um das Problem zu lösen, fordern immer mehr Politiker, dass Japan seine Atomkraft wieder ausbauen soll, auch um der weltweiten Energiekrise etwas entgegenzusetzen. Allerdings ist dieses Unterfangen in Japan nicht in der kurzen Zeit umzusetzen.

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