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Gesetz soll Urheber und Fans gleichermaßen schützen

Japan wird Urheberrechtsregeln für Cosplay überprüfen

In den letzten Tagen sorgten Gespräche in der japanischen Regierung zum Thema Urheberrecht für weltweites Aufsehen. Es wurde nämlich diskutiert, ob Cosplay auch offiziell vom Gesetz erfasst werden soll und wenn ja, wie. Am Freitag wurde bestätigt, dass die Regelungen nun offiziell überprüft werden.

Der Minister der für die Cool Japan Strategie, Shinji Inoue, bestätigte am Freitag, dass die Regierung kommerziellen Urheberrechtsregeln für eine faire Nutzung von Cosplay untersuchen wird. Bis Ende des Geschäftsjahres soll dabei die Überprüfung durchgeführt werden.

Cosplay soll weiterhin Spaß machen

Beim Cosplay handelt es sich um das aufwendige verkleiden als ein Charakter, aus Anime, Manga, Filmen, Games oder ähnlichen. Das Hobby wird vor allem im Rahmen von Messen oder Conventions betrieben und wird weltweit immer beliebter.

Mehr zum Thema:  Cosplay erobert langsam die Welt

Inoue betont dabei, dass sie die Cosplay-Kultur weiter fördern wollen. Es sei deswegen aber wichtig ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Menschen sicher fühlen und Spaß haben. Er hatte dazu unter anderen mit der professionellen Cosplayerin Enako gesprochen, die Cool Japan Botschafterin ist, und sich durchaus für Urheberrechtszahlung für Professionelle ausspricht.

In den letzten Tagen war es wegen der Diskussionen zu Missverständnissen gekommen. Viele glaubten, dass die Regierung mit neuen Regelungen das Hobby allgemein aufgrund der Urheberrechte kostenpflichtig macht. Tatsächlich hat Japan zurzeit nicht vor das Urheberrecht zu überarbeiten, da sie befürchten, dass strenge Regalen Menschen vom Cosplay abhalten wird.

Eindeutige Regelungen helfen auch weltweit anderen

Das Problem ist nur, dass die bisherigen Regelungen nicht ganz eindeutig sind. Zurzeit ist das Tragen eines Cosplays komplett unbedenklich und kein Verstoß gegen das Urheberrecht. Schwieriger wird es, wenn die Person das Hobby professionelle betreibt und zum Beispiel auf Veranstaltungen mit Auftritten in den Kostümen Geld verdient. In dem Fall könnte das Verkleiden als Urheberrecht Verletzung angesehen werden.

Die Regierung will deswegen konkrete Beispiele für solche Situationen festlegen, um das Hobby vor möglichen Urheberrechtsverletzungen zu bewahren und das Bewusstsein für das Problem zu stärken. In den Fällen müssten dann aber die Person, die mit dem Verkleiden Geld verdienen, auch Zahlung tätigen oder sie brauchen zumindest eine Erlaubnis von den Urhebern.

Forderung nach einem Suchsystem

Auch wenn viel dem Ansatz an sich zustimmen, wurde darauf hingewiesen, dass es ein System geben muss, über dass sie dann Urheberrechtsinhaber kontaktieren und um Erlaubnis fragen können. Nach dem aktuellen Stand ist das nämlich in einigen Fällen eine schwierige Angelegenheit.

Taro Yamada von der Forschungskommission der regierenden Liberaldemokratischen Partei für die Strategie des geistigen Eigentums schlug deswegen vor, eine Datenbank aufzubauen. In ihr soll es dann Personen möglich sein, schnell den Urheberrechtsinhaber zu identifizieren und zu kontaktieren. Yamada betonte dabei ebenfalls, dass es deutliche Regelungen benötigt, um Künstler und Cosplayer gleichermaßen zu schützen.

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