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Japan hat noch Abkommen mit Großbritannien

Japan wird wieder Atommüll aus Großbritannien annehmen

Im Moment weiß Japan nicht so recht, wo sie beim Thema Kernenergie hin wollen. Das liegt vor allem an dem Problem des Atommülls, für den das Land immer noch kein Endlager hat. Umso überraschender kommt nun die Nachricht, dass ein japanisches Unternehmen nun wieder radioaktiven Müll aus Großbritannien annehmen will.

Wie kürzlich bekannt wurde, hat Japan Nuclear Fuel Limited seine Gespräche mit Versorgungsunternehmen aufgenommen. Sie wollen für das nächste Geschäftsjahr ab April 2021 in ihren Lagern wieder Atommüll aus den Großbritannien aufnehmen.

Atommüll ist Teil eines Abkommens

Die Anlage selbst befindet sich in der Präfektur Aomori und hat bereits seine staatlichen Auflagen für die Inbetriebnahme erfühlt. Japan Nuclear Fuel Limited musste die Annahme des Abfalls aus Großbritannien 2016 stoppen, da sie nach der nuklearen Katastrophe 2011 zuerst die neuen Sicherheitsauflagen umsetzten mussten.

Mehr zum Thema:  Japan plant keine neuen Kernkraftwerke

Japan selbst hat ein Abkommen mit Großbritannien und Frankreich. Sie erhalten von Japan abgebrannte Brennstäbe, die sie für neuen Brennstoff wiederaufbereiten sollen. Dabei wird Plutonium extrahiert und für neuen Brennstoff genutzt. Japan kann diesen Prozess bisher nicht selbst durchführen, da sie noch nicht die benötigte Anlagen haben.

Teil des Abkommens zwischen den drei Ländern ist allerdings auch, dass die beiden Nationen den entstehenden hochradioaktiven Atommüll wieder zurück an Japan geben. Frankreich hat dabei bereits die Rücksendungen abgeschlossen, sodass nur noch der Müll von Großbritannien zurückgenommen werden muss.

Japan kämpft mit einen Endlager

Für Japan kann das nun jedoch große Schwierigkeiten bedeuten. Es sammelt sich bei ihnen immer mehr der eigene Müll. Dazu kommt noch der Abfall aus dem zerstörten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, von dem sie auch nicht wissen, wo er hin soll. Einerunterirdische Entsorgungsstelle befindet sich dabei nicht Mal in der Planung, da dass Auswahlverfahren für einen geeigneten Standort erst angefangen hat.

Es kann also noch Jahre dauern, bis Japan ein Endlager hat. Viele befürchten, dass bis dahin bereits der Platz ausgegangen ist und sich die Regierung noch etwas anderes einfallen lassen muss. Ewig kann der Atommüll nämlich nicht bei Unternehmen wie Japan Nuclear Fuel Limited herumliegen.

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