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Japaner glauben nicht an E-Geld-Opferungen

Mit einem langsam ansteigenden Trend zum bargeldlosen Bezahlen in Japan akzeptieren einige Tempel nun E-Geld-Opferungen. Doch der Schritt spaltet die Gemüter, da einige Gläubige die Methode immer noch meiden und glauben, dass sie nach der Opferung von E-Geld weniger Glück haben werden.

Der Kaigen-Tempel in der Stadt Fukuchiyama (Präfektur Kyoto) begann im vergangenen Jahr damit, den japanischen Smartphone-Dienst PayPay zu nutzen, um Opferungen zu erhalten. Der Tempel erregte dann große Aufmerksamkeit, indem er in der Jahresendzeit einen sogenannten „Cloud-Besuch“ einführte.

Zu dieser Jahreszeit besuchen viele Japaner Tempel und Schreine und werfen Münzen in eine Opferkiste. Damit bedanken sich sie sich für die göttliche Begleitung im vergangenen Jahr und  bitten um Glück im neuen Jahr.

Der „Cloud-Besuch“ ermöglichte es den Menschen, den Tempel virtuell zu besuchen und mit QR-Codes, die der Hohenpriester über Twitter verschickte, Geld zu opfern. „Viele Menschen waren durch das System amüsiert und spendeten Geld online“, sagte Mitsuhiro Shibahara – Hoher Priester des Tempels. Solche Zahlungen waren 10 Mal größer als das Geld, das die Menschen wie gewohnt in die Opferbox warfen.

Der Byodo-Tempel in der Präfektur Tokushima führte Ende letzten Jahres auch einen mobilen Zahlungsdienst ein, der von einem großen Spediteur, NTT Docomo Inc. angeboten wird. Dies sollte den Pilgern helfen, denn der Byodo-Tempel befindet sich auf der „Shikoku Henro“ – einer berühmten Pilgerstrecke mit 88 Tempeln.

Opferkiste Japan Tempel
Bild: pakutaso/すしぱく

Zu früh für die Abschaffung von Opferboxen

Aber viele Besucher fühlen sich immer noch unwohl, wenn sie E-Geld opfern. Zu dieser Schlussfolgerung ist der Nikko-Futarasan-Schrein, ein Weltkulturerbe in der Präfektur Tochigi, gekommen. Der Schrein hat im Februar angefangen, E-Geld-Opferungen anzunehmen. Dennoch gingen die meisten Gläubigen zu der alten Opferkiste. Die Menschen sagen, dass der Akt des Werfens von Münzen selbst eine Bedeutung für sie hat.

Selbst der Kaigen-Tempel erhält nun nur noch wenige E-Geld-Opferungen. „Der Aufschwung war vorübergehend“, sagte Shibahara. „Derzeit besprechen alle die Neuheit von E-Geld-Opferungnen. Nicht viele denken an die Bequemheit dieser Art, Geld zu spenden“, sagt Yuki Fukumoto, leitender Forscher am NLI Research Institute.

„Wenn bargeldloses Bezahlen immer häufiger wird, werden auch E-Geld-Opferungen eines Tages zur Selbstverständlichkeit.“

Quelle: Kyodo News

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