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Er soll sie an die Konkurrenz Rakuten weitergegeben haben

Japaner stiehlt Informationen zu 5G von SoftBank

5G-Mobilfunk ist das Thema der Zukunft. Das wollen sich auch einige Menschen auf unehrenhafte Weise zunutze machen, indem sie sensible Daten zu dem Thema an sich bringen.

Das Tokyo Metropolitan Police Department (MPD) verhaftete am 12. Januar einen ehemaligen Mitarbeiter der SoftBank Corp. wegen des Verdachts, sich illegal vertrauliche technische Informationen über 5G-Mobilfunk von dem Telekommunikationsunternehmen beschafft zu haben.

Daten zu 5G von SoftBank an Rakuten weitergegeben

Der 45-jährige Mann aus Yokohama, der von SoftBanks Konkurrenten Rakuten Mobile eingestellt wurde, wurde unter dem Vorwurf der Verletzung des Gesetzes zur Verhinderung unlauteren Wettbewerbs verhaftet. Der Wettbewerb zwischen den Mobilfunkunternehmen, um Kunden für 5G-Produkte zu gewinnen, hat sich aufgrund der Bedeutung von 5G enorm verschärft. Die MPD möchte nun untersuchen, wofür die Informationen, die der Mann angeblich gesammelt hat, verwendet wurden.

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Er wird beschuldigt, von zu Hause aus mit einem privaten Computer auf einen SoftBank-Server zugegriffen und am 31. Dezember 2019 Dokumente per E-Mail an sich selbst geschickt zu haben. Die Dateien, die er sich selbst schickte und speicherte, enthielten technische Informationen, darunter vertrauliche Informationen über die effiziente Installation von 5G-Basisstationen. Am darauffolgenden Tag begann er für das Konkurrenzunternehmen Rakuten Mobile zu arbeiten.

Die Polizei hat nicht bekannt gegeben, ob der Verdächtige die Vorwürfe gegen ihn zugegeben hat. Nachdem er im März letzten Jahres von SoftBank konsultiert wurde, führte die Polizei im August eine Razzia bei Rakuten Mobile und in seiner Wohnung durch. Die Analyse der beschlagnahmten Computer soll ergeben haben, dass er kurz vor seinem Weggang von SoftBank mehrfach Informationen über 5G an sich gebracht hat. Einige offenbar von SoftBank gestohlene Informationen wurden auf seinem Computer bei Rakuten Mobile gefunden.

Nach Angaben von SoftBank begann der Mann im Juli 2004 bei einem Unternehmen der SoftBank-Gruppe. Er erhielt eine nationale Lizenz für den Bau und die Wartung von Netzwerkhardware und war mit der Installation von 5G-Mobilfunk-Basisstationen beschäftigt. Ende November 2019 teilte er dem Unternehmen mit, dass er zu Rakuten gehen würde. Eine Untersuchung seines zurückgegebenen Computers nach seinem Ausscheiden ergab, dass er technische Informationen an sein eigenes E-Mail-Konto gesendet hatte. Persönliche Informationen über Kunden wurden nicht gestohlen.

SoftBank erwägt Klagen

Japans drei größte Mobilfunkunternehmen – NTT Docomo, KDDI (au) und SoftBank – starteten im März 2020 mit 5G-Diensten. Rakuten Mobile, das im April in den Mobilfunkmarkt eingestiegen ist, hat im September ebenfalls 5G-Dienste gestartet.

Ein Vertreter von SoftBank sagte am 12. Januar: „Es ist sehr gut möglich, dass Rakuten die vertraulichen Informationen in irgendeiner Weise verwendet hat“, und fügte hinzu, dass das Unternehmen beabsichtigt, Rakuten Mobile zu verklagen und zu verlangen, dass es die Verwendung der Informationen einstellt und sie verwirft.

SoftBank erwägt zudem, eine zivilrechtliche Schadensersatzklage gegen den ehemaligen Mitarbeiter einzureichen. Rakuten Mobile gab eine Erklärung seines Präsidenten, Yoshihisa Yamada, heraus, in der es heißt: „Wir konnten nicht bestätigen, dass wir die Informationen, die der Mann von Softbank übernommen hat, verwendet haben, und die Dateien enthielten keine technischen Informationen zu 5G. Wir werden gründlich mit den polizeilichen Ermittlungen kooperieren.“

5G als Mobilfunk der Zukunft

5G ist eine Telekommunikationstechnologie der fünften Generation, die es ermöglicht, Daten mit einer Geschwindigkeit zu übertragen, die 100 Mal schneller ist als 4G. Mit Smartphones, die die 5G-Technologie nutzen, kann ein zweistündiger Film in drei Sekunden heruntergeladen werden, im Vergleich zu fünf Minuten mit einem 4G-Smartphone.

Die Abdeckungsbereiche sind jedoch begrenzt, und die Mobilfunkunternehmen arbeiten an der Verbesserung ihrer Netzwerkinfrastruktur. Da die neue Technologie es ermöglicht, dass viele Menschen ohne Zeitverzögerung miteinander verbunden sind, wird erwartet, dass sie in der sozialen Infrastruktur eingesetzt wird, z. B. in der Logistik mit selbstfahrenden Fahrzeugen, der medizinischen Fernversorgung in dünn besiedelten Gebieten und unbemannten Landmaschinen, um den Mangel an Arbeitskräften auszugleichen, da Japans Bevölkerung altert.

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