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Parks verbieten vergeblich Partys und Picknicks

Japaner verzichten trotz Coronavirus-Pandemie nicht auf die Kirschblüten

In Japan blühen aktuell die Kirschblüten. Das ist für viele ein Anlass mit der Familie, Freunden oder Kollegen in den Park zu gehen und unter den Bäumen ein Picknick zu machen. Da sehr viele Menschen dieselbe Idee haben, sind dementsprechend die Grünflächen sehr voll. Denn trotz Coronavirus-Pandemie wollen die Japan wohl nicht auf die Hanami verzichten.

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Während Experten weltweit auf soziale Distanzierung pochen, um den Virus einzudämmen, scheinen Japaner davon nicht viel zu halten. Zahlreiche Bilder in sozialen Netzwerken zeigen Grünflächen in Tokyo, auf denen sich die Menschen dicht an dicht tummeln.

Starbucks verursacht gigantische Schlange

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Situation komplett ignoriert wurde. Im Ueno Park in Tokyo wurden am 21. März Schilder aufgestellt, mit denen sogenannte Enkai-Partys und das Hinsetzen mit Planen verboten wurden. Das wurde jedoch gekonnt ignoriert und trotzdem saßen Menschen unter den Bäumen. Strafen mussten die Besucher nämlich nicht befürchten. Allerdings machte es den Eindruck, dass zumindest auf große Trinkpartys, die sogenannten Enkai-Partys, verzichtet wurde.

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Der Shinjuku Gyoen strich hingegen den Eintritt von Freitag bis Sonntag, damit es keine Schlangen am Ticketschalter gibt. Zusätzlich wurden Alkohol und Plastikplanen zum Draufsetzen auf dem Gelände verboten. Viel brachte das jedoch nicht. Statt am Ticketschalter standen die Leute beim neuen Starbucks im Park an und auch sonst wurde nicht viel auf die Verbote geachtet.

Am Meguro Fluss waren Picknicks, Partys und Hinsetzen überhaupt komplett verboten. Dazu gab es Schilder, die darum baten auf die Hust-Etikette zu achten. Die Laternen, die normalerweise abends angehen, blieben diesmal aus, um Leute vom Abendspaziergang abzuhalten. Damit es nicht wie beim anderen Park zu Schlangen kommt, wurde Starbucks Reserve Roastery neben dem Fluss vom 20. März bis 29. März geschlossen. Voll war es an den Flussufern trotzdem und die Menschen dachten nicht daran Abstand zu halten.

Anweisungen der Regierung sind ungenau und gefährlich

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Im Yoyogi Park gab es ähnliche Maßnahmen wie bei den anderen. Allerdings gab es ebenfalls Patrouillen, die Picknicks und Gruppentreffen teilweise auflösten und an den Eingängen laut auf die Bitte der Regierung hinwiesen. Die Stadtregierung fordert nämlich die Öffentlichkeit direkt auf, keine Enkai-Partys zur Kirschblüte zu veranstalten und sich zurückzuhalten, um eine Ansteckung zu verhindern. Allgemeine Anweisungen zu einem Mindestabstand oder dem Verhalten in der Öffentlichkeit gibt es bis jetzt jedoch nicht.

Wie die Bilder belegen, scheint das Konzept aktuell nicht zu funktionieren, was viele besorgt. Experten befürchten nämlich, dass Japan in der näheren Zukunft einen massiven Anstieg von Infizierten verzeichnen wird. Der Grund, warum die Japaner sich nicht an die Regeln halten, liegt vermutlich in der Formulierung der Anweisung.

Bei der Aufforderung der Regierung ist tatsächlich nur die Rede von Selbstverantwortung und dass die Menschen schlecht belüftete Areale mit vielen Menschen meiden sollen. Viele Familien sehen deswegen kein Problem darin, sich die Kirschblüten anzuschauen und zu picknicken, da sie keine Enkai-Partys feiern. Theoretisch halten sie sich damit größtenteils an die Regeln.

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