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Wer jetzt einen neuen Pass beantragt, erhält ein wahres Kunstwerk

Japaner zeigen stolz ihre neuen Reisepässe mit Ukiyo-e Hintergründen

Katsuhika Hokusai wurde über die Grenzen Japans hinaus für seine Ukiyo-e Holzschnitt-Bilder bekannt. Seine Sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji zeichnete er, nachdem er durch Japan gereist war. Jetzt begleitet der Künstler die Japaner wieder auf ihren Reisen.

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Die Sechsunddreißig Ansichten des Fuji entstanden zwischen 1830 und 1832, zu einer Zeit, in der Künstler nur durch ihre Bilder die Schönheit ihrer Heimat festhalten und an andere Menschen weitergeben konnten. Ab dieser Woche tragen die Japaner diese Bilder wieder in alle Welt, denn sie sind fester Bestandteil ihrer neuen Reisepässe.

Lange geplant und jetzt endlich umgesetzt

Bereits 2016 kündigte das japanischen Außenministerium an, die Reisepässe neu gestalten zu wollen. Für die Seiten der Visa-Stempel entschied man sich für die Kunstwerke Hokusais als Hintergrunddarstellung. Insgesamt besteht die Serie rund um den Berg Fuji aus 46 Bildern, die natürlich nicht alle Einzug in den Pass erhalten konnten.

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Das Ministerium wählte die bekannteste Darstellung aus, darunter natürlich auch Die Große Welle von Kanagawa, den wohl bekanntesten japanischen Kunstwerk der Welt. Insgesamt wurden 24 Darstellungen in die neuen Reisepässe integriert.

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Als Grund für die Erneuerung nannte das Ministerium unter anderem den Schutz vor Fälschungen. Es wurde nach einem typischen japanischen Design gesucht, dass die japanische Kultur weltweit darstellt. Ein Komitee aus anerkannten Experten entschied sich schließlich für die Arbeiten Hokusais.

Mit Ukiyo-e um die Welt

Anfang des Jahres begann das japanische Außenministerium mit der Ausstellung der neuen Pässe. Wegen der Corona-Krise wurden viele Reisen abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben, sodass die Ukiyo-e Reisepässe erst einmal in der Schublade landeten. In den letzten Tagen rückten sie wieder vermehrt in den Fokus, da in den Sommermonat die Japaner vermehrt ins Ausland reisen.

Mittlerweile dürfen die Japaner aber wieder in die weite Welt aufbrechen, weswegen sie vermehrt Bilder ihrer Reisepässe online stellen, um den Menschen in den anderen Ländern zu zeigen, wie man ohne großen Aufwand stillvoll reisen kann.

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