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Japanische Angestellte daten oft Personen aus dem eigenen Unternehmen

Vor allem Chefs oder ältere Kollegen werden gern gedatet

In Japan soll die Arbeit vor dem Privatleben stehen. Seinen Job optimal zu machen und Kollegen und Mitarbeiter nicht im Stich zu lassen, gehört zum Erwachsen werden dazu.

Wenn Überstunden zur gängigen Praxis gehören, bleibt nicht viel Zeit für ein heißes Date. Deswegen blüht vielerorts die Romantik am Arbeitsplatz und trägt ihre Blüten. Da Japaner die meiste Zeit des Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen, verwundert es nicht, dass sich viele junge Paare auf der Arbeit kennengelernt haben.

Das japanische Medienberatung-Unternehmen Bis Hits befragte kürzlich 1.000 Angestellte, darunter 274 Männer, 724 Frauen und zwei weitere Personen, die keine Angaben zu ihrem Geschlecht machen wollten. Dabei kam heraus, dass die Mehrheit, nämlich 61 Prozent, eine romantische Beziehung zu einem Kollegen hatten oder haben.

Die meisten dieser Beziehungen gingen bereits im jungen Alter los. 72 Prozent der Befragten erklärten, sich schon einmal in einen Kollegen verliebt zu haben. Vor allem Dates mit älteren Kollegen oder sogar dem Chef waren besonders beliebt.

Manager beim Arbeiten
Japanische Manager fühlen sich wegen verschiedenere Probleme mit ausländischen Mitarbeitern gestresst.

So daten japanische Angestellte:

Mehr zum Thema:  Studie untersucht das Verhältnis von japanischen Angestellten zu ihrer Arbeit

  1. Chef oder Senpai (älterer Kollegen, der bereits länger im Unternehmen arbeitet)
  2. Gleichgestellter Kollege, der meist mit dem Befragten angefangen hat
  3. Untergebener oder Kohai (jüngere Kollegen, die noch nicht so lange in der Firma arbeiten)
  4. Jemand aus einer anderen Abteilung
  5. Teilzeit-Kräfte oder Leiharbeiter aus anderen Unternehmen
  6. Teilzeit-Kräfte oder Leiharbeiter, die aus dem eigenen Unternehmen kommen
  7. Lieferanten oder Angestellte eines Schwesterunternehmens

Beziehungen in japanischen Firmen sind schwierig

Während die japanische Gesellschaft im Allgemeinen keine Probleme mit Beziehungen am Arbeitsplatz hat, bleiben dieses oft eher oberflächlich, solange man miteinander arbeitet. Japaner wollen nicht im Mittelpunkt von Klatsch und Tratsch stehen und eine solche Verbindung animiert die Kollegen natürlich dazu, darüber zu reden. Selbst wenn es offiziell so nicht kommuniziert wird, gibt es auch Firmen, die ihren Angestellten nahelegen, Beziehungen im Büro nicht einzugehen. Dies kann dazu führen, dass ein Teil des Paares zum Beispiel in eine andere Abteilung versetzt wird, um Interessenkonflikte oder Vorzugsbehandlung zu vermeiden.

Deswegen erklärten die meisten Befragte, es sei das größte Problem, eine solche Beziehung zu verheimlichen (387 Antworten). Viele Angestellten entscheiden sich für eine strenge Trennung zwischen Beruf und privater Beziehung (77 Antworten). Einige Angestellte finden es auch schwierig, Streits im Privatleben nicht mit ins Büro zu nehmen (31 Antworten), außerdem seien gemeinsame Urlaube schwierig, da ja bei einem Paar gleich zwei Angestellte einer Abteilung auf der Arbeit fehlen (19 Personen).

BH

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