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HomeNachrichten aus JapanJapanische Baufirmen wollen in Zukunft vermehrt eSportler anwerben

Die Sportler sollen vor allem als Maschinenführer arbeiten

Japanische Baufirmen wollen in Zukunft vermehrt eSportler anwerben

In Japan nimmt die Popularität von eSport immer weiter vor. Viele junge Menschen arbeiten hart daran, ihre Fähigkeiten zu verbessern, um irgendwann als eSportler von ihrem Hobby leben zu können. Tatsache ist aber auch, dass nur wenige in der Lage sein werden, dauerhaft im Profi-Bereich mitzuhalten. Sehr viele jungen Menschen müssen sich nach einer anderen Möglichkeit umsehen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

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Ende Oktober fand in Tokyo der e-Construction Machinery Challenge Wettbewerb statt. Bei diesem Wettbewerb traten fünf Teams gegeneinander an, um Baumaschinen auf einer 70 Kilometer entfernten Trainingsbaustelle des Chiba Boso Technical Center in der Stadt Ichihara (Präfektur Chiba) zu steuern. Jedes Team besteht aus zwei Fahrern und einem Betreuer. Ziel ist es, in möglichst kurzer Zeit eine große Menge Erde zu bewegen.

Ein Wettbewerb als Vorstellungsgespräch

Die Teams bestehen aus professionellen Maschinenführern und Studenten und eSportlern. Am Ende gewann sogar ein Team aus Chiba. Der Wettbewerb wird von den Organisation Transportation Digital Business Conference (TDBC) veranstaltet. Dabei geht es vor allem darum, die eSportler zu prüfen. Der Bevölkerungsrückgang macht es erforderlich, kreativ zu werden. Die TDBC verfolgt zwei Ansätze, auf der einen Seite soll der Betrieb von Baumaschinen effizienter gestaltet und der Job für jüngere Menschen attraktiver werden.

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Während des Turniers wird getestet, ob Gamepads oder Gaming-Joysticks nicht auch für die Bedienung echter Baumaschinen verwendet werden können. Außerdem soll das Turnier den Übergang vom eSportler zum Führer echter Baumaschinen erleichtert werden. Dank der Fernbedienung könnte ein Gamer per Fernsteuerung Maschinen auf verschiedenen Baustellen steuern und somit fehlende Arbeitskräfte ausgleichen. Der TDBC will mit der Aktion auch das Image des Baugewerbes aufbessern, und Berufe auf dem Bau cooler machen.

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eSportler gegen Arbeitskräftemangel

Der Wechsel ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Die Branche arbeitet derzeit mit dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales an einem Ausbildungs- und Zulassungsprogramm. Aktuell sind solche ferngesteuerten Fahrzeuge auf Baustellen noch nicht zu finden. Durch die verbesserte Technologie könnten die großen Maschinen auch in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen, die für Menschen nur schwer zugänglich sind.

Anstatt technisches Gerät und Menschen in die Regionen zu bringen, können in Zukunft Maschinenführer aus der Ferne auf Maschinen direkt vor Ort zugreifen und sofort mit der Arbeit beginnen. Auch im Hinblick auf die Artemis-Pläne der NASA können solche ferngesteuerten Maschinen hilfreich sein. Langfristig soll eine Basis auf dem Mond entstehen, die teilweise von der Erde per Fernsteuerung aufgebaut werden könnte.

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