Anzeige
HomeNachrichten aus JapanJapanische Behörden kämpfen gegen Touristen und ihre Drohnen

Viele ausländische Touristen halten sich nicht an das Luftfahrtgesetz

Japanische Behörden kämpfen gegen Touristen und ihre Drohnen

Die japanischen Behörden ergreifen eine Reihe von Maßnahmen, um den Einsatz von Drohnen durch Touristen zu verhindern. 2019 haben Verstöße gegen das Gesetz, das den Drohneneinsatz verbietet, zugenommen.

Anzeige

Nach dem Luftfahrtgesetz in Japan darf eine Drohne mit einem Gewicht von 200 Gramm oder mehr nicht ohne Genehmigung der japanischen Regierung im Luftraum um Flughäfen oder Wohngebiete benutzt werden. Darüber hinaus verbietet das Gesetz Flüge im Luftraum von ausgewiesenen Orten, wie über das Amt des Premierministers, den Kaiserpalast und Kernkraftwerke.

14 Anklagen wegen Drohnen 2019

Touristen aus dem Ausland sind allerdings mit dem Gesetz oft nicht vertraut und verstoßen dagegen. Bis November 2019 wurden 14 Touristen angeklagt, da sie eine Drohne genutzt hatten.

Das Metropolitan Police Department (MPD) hat auf Englisch und Japanisch Plakate an Flughäfen und Bahnhöfen angebracht, auf denen steht, dass Drohnen grundsätzlich nicht ohne Genehmigung fast überall in Tokyo geflogen werden dürfen. Das MPD hat auch ein Video mit der gleichen Botschaft produziert und Reisebüros und Hotels gebeten, Touristen über die Vorschriften zu informieren.

Es gibt auch starke Bedenken hinsichtlich des möglichen Einsatzes von Drohnen durch Terroristen. Im Jemen explodierte im Januar 2019 eine Drohne über einem Luftwaffenstützpunkt, was zu Todesfällen und Verletzungen führte.

LESEN SIE AUCH:  Drohnen-Störsender bei Großveranstaltungen in Japan bald Standard
Anzeige

In Japan landete ein ehemaliges Mitglied der Selbstverteidigungskräfte 2015 illegal eine Drohne auf dem Dach des Amtes des Premierministers. Im Mai letzten Jahres, als Kaiser Naruhito auf den Thron stieg, wurden im Luftraum um den kaiserlichen Palast herum eine Reihe nicht identifizierter Flugobjekte beobachtet.

Team des Metropolitan Police Department kämpft gegen Drohnen

Der Drohnenvorfall von 2015 veranlasste die MPD, das Interceptor Drone Team zu gründen, das während der Rugby-Weltmeisterschaft 2019 und rund um den Kaiserpalast von Tokyo, während eine Reihe von Zeremonien zur Thronbesteigung des Kaisers an Spielorten stattfanden, eingesetzt wurde. Die IDT wurde auch in die Präfektur Nagasaki geschickt, als Papst Franziskus die Präfektur im November besuchte.

Das IDT ist mit modernsten Geräten ausgestattet, um beispielsweise Drohnen aufzuspüren, Systeme zu blockieren, um sie funktionsunfähig zu machen und Netze abzufeuern, um Drohnen einzufangen.

Unternehmen sollen verdächtige Personen melden

Darüber hinaus wurden private Unternehmen, die Drohnen verkaufen oder Unterricht in deren Bedienung anbieten, von der Polizei aufgefordert, Besuche von verdächtigen Personen zu melden.

Anzeige

Isao Itabashi, Leiter des Zentrums für Analyse und Studien beim Council for Public Policy, einer in Tokyo ansässigen Stiftung, die sich auf Risikomanagement spezialisiert hat, betont, dass größere Anstrengungen erforderlich sind, um ausländische Besucher mit Drohnenvorschriften vertraut zu machen.

Im Hinblick auf Maßnahmen gegen den Einsatz von Drohnen gegen den Terrorismus sagte Itabashi: „Die Bürger sollten sich der Sicherheit bewusster und aktiv sein, um erforderlichenfalls Meldungen zu erstatten, da es von entscheidender Bedeutung ist, zweifelhafte Drohnen unverzüglich zu entdecken.“

TJT

Anzeige
Anzeige