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Japanische Behörden streiten sich über die Zuständigkeit bei missbrauchtem Mädchen

Tod durch schweren Missbrauch hätte verhinder werden können

Als Anfang Juni der Missbrauch eines 2-jähriges Mädchens bekannt geworden war, gaben ein Kinderhilfszentrum und die zuständige Polizei zwei verschiedene Versionen über die Bemühungen ab, das Kind zu retten.

Die 2-Jährige starb am 5. Juni in Sapporo. Ihre Mutter und der Freund der Mutter wurden am nächsten Tag festgenommen, da man davon ausgeht, dass sie das Mädchen schwer misshandelt haben.

Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen regelmäßig körperlichen Misshandlungen ausgesetzt war. Ihr Körper wies mehrere blaue Flecken auf und sie war stark geschwächt.

Diese Tragödie ist nur der jüngste Fall in einer ganzen Reihe von Misshandlungen, die in der letzten Zeit öffentlich wurden.

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Es gab mehrere Hinweise auf Missbrauch

Seit September wurde ein Kinderzentrum in Sapporo und die Polizei von Hokkaido mehrmals auf den Missbrauch aufmerksam gemacht.

Eigentlich sollten diese beiden Einrichtungen eng zusammenarbeiten und effektiv eingreifen, wenn sie von dem Missbrauch eines Kindes erfahren, doch in diesem Fall gab es einige Missverständnisse.

Die Stadtverwaltung von Sapporo teilte am 10. Juni mit, das die Polizei am 14. Mai das Kinderhilfszentrum gebeten habe, dass sich kein Sozialarbeiter bei einer Überprüfung, die für den nächsten Tag geplant war, anschließt. So sollte vermieden werden, dass sich der Freund der Mutter von den Sozialarbeitern provoziert fühlte.

Laut der Polizei hat man dem Kinderhilfszentrum mitgeteilt, dass der Freund zwar eine ablehnende Haltung ihnen gegenüber habe, man aber immer noch einen Sozialarbeiter wünsche.

Letztendlich führte nur die Polizei die Kontrolle durch und stellte fest, dass es keinen Missbrauch gab, da der Freund freundlich und zuvorkommend auftrat.

Auch im Vorfeld gab es Probleme bei der Kommunikation der Behörden

Am 12. Mai meldete ein Nachbar lautes Kindergeschrei bei der Polizei. Die Polizei wandte sich an das Kinderhilfszentrum mit der Bitte, das man die Polizisten bitte begleiten solle.

Das Zentrum erkannte allerdings nicht die Dringlichkeit der Situation und lehnte das Ersuchen der Polizei ab.

Das Kinderhilfszentrum argumentierte, dass man in der Regel erst 48 Stunden nachdem die Polizei einen Fall schriftlich bestätigt hatte, eingreift.

Durch diese Regel scheint das Zentrum auch früher nicht eingeschritten zu haben, denn bereits im September und April gab es Hinweise von Nachbarn wegen des Missbrauchs.

Quelle: AS

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