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HomeNachrichten aus JapanJapanische Experten warnen vor den Auswirkungen des Klimawandel in Japan

Mehr Taifune und sintflutartige Regenfälle für Japan erwartet

Japanische Experten warnen vor den Auswirkungen des Klimawandel in Japan

Der Taifun Hagibis sorgte für sintflutartige Regenfälle und Überflutungen in vielen Regionen Japans. Laut japanischen Experten könnten diese extremen Wetterbedingungen zur Norm für das Land werden.

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Erst im September brachte der Taifun Faxai in der Kanto-Region Chaos. Massive Stromausfälle in der Präfektur Chiba waren die Folge.

Hagibis zerstörte über 50.000 Häuser und tötete 84 Menschen

Das Fazit nach dem Taifun Hagibis sind mehr als 50.000 zerstörte Häuser und mehr als 25.000 m² vom Wasser überflutete Gebiete.

Am Dienstag bestätigte die japanische Regierung, dass Niederschläge durch den Taifun an 71 Flüssen in Japan dazu geführt haben, dass 135 Deiche brachen.

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Laut NHK verloren 84 Menschen ihr Leben und neun weitere werden noch vermisst.

Taifune und starker Regen werden durch den Klimawandel zunehmen

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Kazuhisa Tsuboki, Professor am Institut für Raum-Erde-Umweltforschung an der Nagoya University warnte nun davor, dass Taifune und starker Regen immer mehr zunehmen werden. Dies sei eine direkte Auswirkung der globalen Erwärmung.

Warme Meerestemperaturen erhöhen die Feuchtigkeitsmenge in der Luft, welche die Taifune speist, so Tsuboki. Untersuchungen haben gezeigt, dass die stärksten in Ost- und Südostasien noch stärker geworden sind.

„Die Taifunrisiken für Länder im mittleren Breitengrad wie Japan eskalieren definitiv.“, so der Professor. Er fügte hinzu, dass Faxai und Hagibis zu den stärksten Stürmen gehörten, welche die Regionen Kanto und Tokai seit den meteorologischen Wetteraufzeichnungen von 1951 je trafen.

In der Vergangenheit waren Großstädte wie Tokyo anfällig für Taifune. Als Gegenmaßnahme wurden Deiche und Schleusen entlang von Flüssen und Küsten als Rückhaltebecken gebaut, um den Sturmabfluss zu steuern und so die Überschwemmungen zu verhindern.

Unternehmen und Städte in Japan müssen flexibler werden

Eine dieser Anlagen, der 230 Milliarden Yuan Metropolitan Area Outer Underground Discharge Channel in Kasukabe in der Präfektur Saitama, ist die weltweit größte. Der Kanal hat die Überschwemmungsrisiken in den Flüssen östlich von Saitama während Hagibis verringert.

Hitoshi Tsunashima, Professor an der Nihon University und Experte für Eisenbahntechnik erklärte, dass Unternehmen flexibler werden müssen. Büros müssen geschlossen werden oder man muss den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, in so einem Fall zu telefonieren.

In der Zwischenzeit müssen Städte in Japan Maßnahmen entwickeln, um kritische Infrastrukturen zu schützen.

Inzwischen sind die städtischen Zentren aufgrund ihrer dichten Bevölkerung und der komplizierten Lebens- und Infrastrukturnetze mit höheren Umweltrisiken konfrontiert.

TJT

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