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Japanische Experten warnen vor Vergiftungen durch die Muskatnuss

In Japans Küche kommen zahlreiche Gewürze zum Einsatz, die Gerichten noch den letzten Schliff geben. Eins davon ist die Muskatnuss, die ebenfalls in der deutschen Küche zum Einsatz kommt. Doch das Gewürz birgt einige Gefahren, vor denen die Experten nun warnen.

Schon bei den 15-Gramm-Gewürzgläsern für ein paar Hundert Yen sollten Köche vorsichtig sein. Muskatnuss ist im Handel meistens getrocknet und schon zerstoßen zu finden. Aufgrund des starken Aromas eignet sich das Gewürz besonders gut für Fleisch.

Das Japan Poison Information Center mahnt jedoch gerade beim Würzen zur Vorsicht. Schon ab fünf bis 15 Gramm kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Die ersten Anzeichen setzen bereits nach ein bis acht Stunden ein. Anzeichen für eine Überdosierung sind beschleunigter Herzschlag, Erbrechen, Mundtrockenheit und Überstimulation. Weiter kann es zu Angstzuständen und Halluzination kommen, wie beim Drogenkonsum.

Dr. Ryutaro Fujitsuna vom Kawasaki Municipal Hospital veröffentlichte zu den Vergiftungen einen Artikel. Seit 1981 gab es nur acht Vergiftungsfälle in Japan, bei denen sich alle Betroffenen wieder erholten. Trotzdem will Fujitsuna weiter über das Gewürz informieren, da viele nicht wissen, wie gefährlich es ist. Hobbyköche sollen Gerichte auf keinen Fall essen, wenn sie aus Versehen zu viel hinzugegeben haben.

Nutzen als Rauschmittel ist hochgefährlich

Vor einigen Jahren musste ein 30-jähriger Mann in das Kawasaki Municipal Hospital. Ihm war kalt, er war blass und stark verschwitzt. Acht Stunden zuvor hatte er Fleisch mit ungefähr 10 Gramm Muskat gegessen. Er gab an, dass er nach drei Stunden anfing, zu zittern und zu schwitzen. Nachdem er seine Symptome googelte, versuchte er, mit Wasser trinken die Vergiftung selbst zu lindern.

Das half jedoch kaum und er ließ sich ins Krankenhaus einliefern. Die Ärzte kannten sich mit der Muskatnussvergiftung nicht aus und mussten erst nachschlagen. Da es keine Medikamente gab, musste sich der Mann so erholen und durfte nach sieben Stunden wieder nach Hause.

Zusätzlich wissen nur wenige, dass die Muskatnuss Eigenschaften besitzt, die den Eigenschaften synthetischer Betäubungsmittel ähnelt. In Europa und Nordamerika nutzen manche das Gewürz deswegen als Droge. Wie bei allen Drogen kann eine Überdosierung zum Tod führen. Bei den acht Fällen in Japan nahmen vier Personen absichtlich zur Berauschung das Gewürz ein. Professor Naito warnt deswegen eindringlich vor der Verwendung als Droge. Die Nebenwirkungen sind unberechenbar und die Nachwirkungen schwerwiegend. Viele, die das Gewürz als Droge nutzten, wollten es anschließend freiwillig kein zweites Mal tun.

Quelle: Mainichi Shimbun

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