Anzeige
HomeNachrichten aus JapanJapanische Firmen setzen weiterhin auf Homeoffice

Damit wollen sie auf eine zweite Infektionswelle vorbereitet sein

Japanische Firmen setzen weiterhin auf Homeoffice

Der Ausnahmezustand wurde nun in allen Präfekturen Tokyos aufgehoben, dennoch werden einige Prozesse, die er hervorgebracht hat, bestehen bleiben. So auch die Arbeit aus dem Homeoffice. Große Unternehmen wie Hitachi Ltd. und NEC Corp. sagten am Dienstag, dass sie weiterhin Vereinbarungen über die Arbeit von zu Hause aus vorantreiben werden.

Anzeige

Das Unternehmen Hitachi sagte dazu, dass im Durchschnitt rund 70 Prozent seiner Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. So wollen sie das Infektionsrisiko verringern und die Ausbreitung des Virus eindämmen. Begonnen haben sie damit, nachdem der Ausnahmezustand im April ausgerufen wurde.

Homeoffice als Sicherheit für zweite Welle

Trotz der jetzigen Aufhebung wollen sie weiterhin Telearbeit fördern, um die Geschäftskontinuität im Falle einer zweiten Infektionswelle zu gewährleisten.

Hitachi sagte, dass es seine Mitarbeiter grundsätzlich bis Ende Juni bitten wird, von zu Hause aus zu arbeiten. Ausnahmen sind Fälle wie Inspektionen der Infrastruktur. Das Unternehmen strebt an, dass durchschnittlich 50 Prozent seiner Mitarbeiter aus dem Homeoffice arbeiten, sobald die Epidemie zurückgeht, sagte Senior Vice President Hidenobu Nakahata auf einer Online-Pressekonferenz.

Aufhebung des Ausnahmezustands

Premierminister Shinzo Abe hob am Montag den noch immer bestehenden Ausnahmezustand für Tokyo und vier andere Präfekturen auf, nachdem er Anfang des Monats die Beschränkungen für andere Teile des Landes aufgehoben hatte.

LESEN SIE AUCH:  47,8 Prozent der Beschäftigen in Japan arbeiten wegen des Coronavirus im Homeoffice
Anzeige

Die NEC sagte auch, dass sie die Beschäftigten weiterhin auffordern werde, von zu Hause aus zu arbeiten, im Prinzip um das Infektionsrisiko zu verringern.

Wenn ein Angestellter ins Büro kommen muss, sagte das Unternehmen, dass er sich an Anti-Infektions-Maßnahmen halten müsse, wie z.B. das Vermeiden verkehrsreicher Pendlerzeiten.

Viele Firmen bleiben beim Homeoffice

Kobe Steel Ltd. wird zudem vorerst das Homeoffice nach Möglichkeit fortsetzen, um die Zahl der Pendler gegenüber dem Stand vor der Coronavirus-Krise zu halbieren, während Fujitsu Ltd. den Anteil der Büro-Pendler bei 25 Prozent oder weniger halten will.

Bei der Meiji Yasuda Life Insurance Co., die ihre Büros ab Dienstag landesweit wiedereröffnet hat, werden die 30.000 Vertriebsmitarbeiter von persönlichen Treffen mit Kunden absehen und nur dann nach Hause kommen, wenn die Kunden einverstanden sind.

Sony möchte Präsenzzeiten langsam erhöhen

Die Sony Corp. sagte unterdessen, dass sie ab dem 1. Juni ihre Telearbeitsanforderung, eine seit Ende März getroffene Maßnahme, schrittweise lockern wird, da sie vorbeugende Maßnahmen am Arbeitsplatz wie soziale Distanzierung einführt.

Für die erste Junihälfte wird sie versuchen, den Anteil der Pendler bei etwa 20 Prozent zu halten und ab der dritten Juniwoche auf etwa 30 Prozent zu erhöhen.

Auch Mitarbeiter, die im April in das Unternehmen eingetreten sind, aber gebeten wurden, zu Hause zu bleiben, können ab 1. Juni schrittweise ins Büro kommen.

kyodo

Anzeige
Anzeige