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Japanische Fischer von der Entsorgung von radioaktivem Wasser im Meer empört

Sie wollen, dass die Aussage zurückgezogen wird

Japan hat aktuell ein massives Problem mit der Entsorgung des radioaktiven Wassers aus dem zerstörten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Da ihnen der gefährliche Müll allmählich über den Kopf wächst, schlug ein ehemaliger Minister als einzigen Ausweg die Entsorgung ins Meer vor. Japanische Fischer reagierten alles andere als begeistert auf den Vorschlag.

Der nationale Verband der Fischereigenossenschaften hielt wegen der Äußerung extra am Mittwoch eine Pressekonferenz ab. Einen Tag zuvor sprach der ehemalige Umweltminister Yoshiaki Harada von der Idee, das gefährliche Abwasser ins Meer zu kippen, da es sonst keine andere Möglichkeit der Entsorgung gibt. Die Fischer kritisieren die Aussage jedoch scharf.

Angst vor negativen Gerüchten

Der Vorsitzende des Verbandes, Hiroshi Kishi, gab deswegen bei der Pressekonferenz bekannt, dass sie als Gruppe einen Brief an Harada senden, der ihn auffordert, die Aussage zurückzuziehen. Die Äußerung besorgt viele Fischer, die immer noch darauf warten, in der Region ihren vollen Betrieb aufzunehmen. Weiter könnte es erneut zu negativen Gerüchten kommen, die innerhalb und außerhalb Japans Schaden in der Fischindustrie verursachen.

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Kishi persönlich ist der Ansicht, dass ein ehemaliger Minister solche Aussagen nicht machen dürfe, nicht einmal als seine private Meinung. Das Gremium, das aktuell über die Entsorgung des Wassers berät, schlägt dem Verband vor, das Wasser weiter in Tanks am Kraftwerk zu lassen.

In Fukushima Daiichi fallen täglich um die 170 Tonnen an Wasser an, die mit radioaktivem Tritium versucht sind. Zwar ist das Wasser aus den kaputten Reaktoren von den meisten radioaktiven Substanzen bereits bereinigt, es einfach ins Meer zu kippen ist jedoch immer noch grob fahrlässig. Ein Expertengremium der Regierung versucht deswegen eine andere Lösung für die Entsorgung zu finden, die immer dringender wird.

Quelle: NHK

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