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Organisationen geben ihr Bestes

Japanische Hilfsorganisationen wollen weiterhin Afghanistan unterstützen

Seit Afghanistan wieder unter der Macht der Taliban steht, machen sich viele Sorgen um die Zukunft des Landes. In Japan ist man allerdings entschlossen, auch weiterhin zu helfen.

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Humanitäre Organisationen haben versichert, dass sie Afghanistan trotz der unsicheren Lage und schlechten logistischen Situation weiterhin unterstützen werden. Besorgt sind trotzdem viele.

In Afghanistan bleibt die Situation schwierig

Besonders nach dem Selbstmordattentat in der Nähe des Flughafens von Kabul Ende August war es für die Organisationen schwierig, Informationen zur chaotischen Lage zu erhalten. Eine Sprecherin der Shanti Volunteer Association gab an, dass sich die Lage jeden Tag ändert und sie ihr Bestes bei der Informationsbeschaffung geben.

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Die Organisation setzt sich für die Bildung von Kindern in asiatischen Ländern ein und baut Schulen sowie Bibliotheken. Nun wollen sie aber erstmal anderweitig helfen, da sie gehört haben, dass die Lebensmittel in Afghanistan knapp werden. Eine Herausforderung, denn die Gruppe hat kein japanisches Personal im Land.

Für medizinische Hilfe will hingegen weiterhin die Peshawar-kai sorgen. Die Gruppe trauerte 2019 zusammen mit den Menschen von Afghanistan um den Arzt Tetsu Nakamura, der bei einem Hinterhalt in Afghanistan ermordet wurde.

Medikamente gehen aus

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Nun nach der Machtübernahme kann die Gruppe eine erste positive Entwicklung melden. Eine Klinik in Nangarhar, die wegen der Taliban schließen musste, konnte am 21. August wieder aufmachen. Gleichzeitig bringt die Eröffnung aber auch schlechte Nachrichten mit sich.

Die Zahl der Patienten mit dem Delta Coronavirus steigt schnell an und es wird damit gerechnet, dass Ende September die Klinik keine Medikamente mehr haben wird. Man will sich aber darum bemühen, die Menschen so gut es geht zu versorgen, auch wenn es nicht einfach wird.

Weniger optimistisch zeigt sich Reshad Khaled, Leiter des Karez Health and Educational Services in Shizuoka. Es mangelt den Taliban an Humanressourcen und einen System, um die Menschen zu leiten.

Er ruft deswegen die internationale Gemeinschaft auf, sich an der Aufstellung einer neuen Regierung zu beteiligen, um das Leben der Menschen einfacher zu machen. Auf die USA ist Khaled hingegen nicht gut zu sprechen. Nach 2 Jahren haben sie einfach das Land verlassen, ohne an die Bevölkerung zu denken.

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