Die Insel Mikurajima liegt 200 Kilometer südlich der japanischen Hauptstadt Tokyo. Die Hauptattraktion der Insel sind die Delfine, die rund um die Insel in den Gewässern leben.
Seit den 1990er gibt es den Trend zum „Delfinschwimmen“. Dabei verbringen Taucher Zeit mit den Delfinen unter der Wasseroberfläche. Die Regeln dabei sind kein Kamerablitz und die Tiere nicht berühren. Der Trend führte 1994 zur Gründung der Mikurajima-Delfinvereinigung und dem Beginn der Delfinidentifikationsstudie.
Schutz der Tiere
Nach einem kurzen Rückgang der Besucherzahlen nach dem Vulkanaubruch 2000 auf der Nachbarinsel Miyakejima hat die Insel mit der Stadtverwaltung Tokyo das Projekt Ökotourismus ins Leben gerufen. Dafür gründete sich der Tourismusverband Mikurajima, der Regeln für den Tourismus aufstellte.
Im Zeitraum März bis Oktober fahren täglich bis zu 45 Ausflugsboote zwischen den Inseln Mikurajima und Miyakejima. Sie müssen beim Verband vorher die Anzahl der Passagiere und die Abfahrtszeiten anmelden, sowie Vorschriften einhalten, darunter fallen die Einhaltung des Sicherabstands der Boote und ein Jagdverbot. Diese werden im Sommer von einem Boot überwacht.
Zwischen Ende Juni und Ende Oktober filmen Forscher die Delfine. Sie nutzen die Filme, um die Zusammensetzung der einzelnen Gruppen und die Beziehungen der Säugetiere zu erforschen. Zusätzlich wird das Verhaltensmuster und Merkmale der Art erforscht. Ergebniss der Forschung ist, dass die kleinen Delfine sich bis im Alter von 3 Jahren an ihre Mutter klammern und sich die Weibchen der Gruppe alle gemeinsam um den Nachwuchs kümmern.






