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Aufgrund des Coronavirus musste der Umfang eingeschränkt werden

Japanische Kaiserin erntet bei Seidenzucht 20 Kilogramm Seidenkokons

Seide und das japanische Kaiserhaus haben eine enge Verbindung. Der Stoff, der in früheren Jahrhunderten nur den erhabensten Familien zustand, gilt noch immer als kostbar und mit dem Adel verbunden. Vor allem in Japan besteht eine enge Verbindung.

Seit dem späten 19. Jahrhundert ist es Tradition, dass das japanische Kaiserhaus an der Seidenzucht teilnimmt. In diesem Jahr war das erstmalig die Aufgabe von Kaiserin Masako. Sie war im Mai letzten Jahres Kaiserin geworden, nachdem ihr Mann Naruhito die Nachfolge seines Vaters übernommen hatte.

Abschluss der Seidenzucht-Zeremonie

Nun hat sie die Seidenzucht für dieses Jahr beendet. Das erste Jahr war dabei aufgrund der Umstände durch das Coronavirus ein ganz Besonderes.

Den Abschluss der Seidenzucht bildet immer das Verbeugen vor dem kaiserlichen Kokon von Momijiyama, der auf dem Gelände des Kaiserpalastes in Tokyo steht. Das tat auch die neue Kaiserin. Dabei war ihre erste Seidenzucht den Umständen entsprechend sehr erfolgreich.

Erste Seidenzucht mit begrenzten Mitteln

Im Laufe des Jahres verfütterte sie nach Angaben der kaiserlichen Haushaltsbehörde geschredderte Maulbeerblätter an Seidenraupen und konnte am Ende etwa 20 Kilogramm Kokons sammeln.

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Sie züchtete nur den Koishimaru, eine in Japan heimische Seidenraupenrasse, da durch den neuartigen Ausbruch des Coronavirus die Zahl der Assistenten für den Prozess auf einen statt der üblichen fünf reduziert wurde.

Die frühere Kaiserin, Michiko, hatte drei Rassen von Seidenraupen gezüchtet und im Jahr 2017 etwa 160 kg Kokons gesammelt. Die Seide aus den Koishimaru wurde für die Restaurierung der alten Shosoin-Schätze in der Präfektur Nara verwendet.

Tradition seit 1871

Kaiserin Masako, die nach der Inthronisierung ihres Gatten Kaiser Naruhito im Mai letzten Jahres an einer Reihe von Zeremonien teilnahm, betrieb im vergangenen Jahr keine Seidenzucht.

Die Tradition der kaiserlichen Seidenraupenzucht geht auf das Jahr 1871 zurück, als die damalige Kaiserin Shoken mit der Seidenzucht begann, um nach Angaben der Agentur eine damals als wichtig anerkannte Industrie zu fördern.

kyodo

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