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Mangafiguren stellen Fragen

Japanische Kampagne bringt Ungleichheit der Geschlechter zur Diskussion

Die ungleiche Behandlung der Geschlechter rückt auch in Japan immer mehr in das Bewusstsein von Gesellschaft und Unternehmen. Die bekannte Jobsuchmaschine „Indeed Japan“ startet nun eine Kampagne, die auf die Missstände aufmerksam machen und die Japaner ermuntern soll, sich zu beteiligen.

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Ende Oktober wurde die Kampagne „Hello, New Rule!“ (#ハローニュールール​) gestartet, die unter anderem mit Außenwerbetafeln auf verschiedene Aspekte der Ungleichheit aufmerksam macht. An der JR-Station Shibuya Station und den U-Bahn-Stationen Kasumigaseki und Roppongi sind jetzt einen Monat lang Außenwerbetafeln mit Figuren des beliebten Manga „Tensai Bakabon“ von Fujio Akatsuka zu sehen.

Mangafiguren machen auf Missstände aufmerksam

Die Comedy-Reihe ist bei Japanern jeden Alters sehr beliebt und der Vater der Hauptfigur ist für seine Catchphrase „Es wird alles gut.“ bzw. „Es ist alles gut.“ bekannt. Diese wird nun für die Botschaft der Plakate umgeformt in die Frage: „Ist das alles gut?“ Diese Frage bezieht sich auf die Fakten, die auf den Plakaten genannt werden, wie Lohnunterschiede und alte Bräuche, die die Geschlechter unterschiedlich behandeln.

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Ein Plakat am Bahnhof Kasumigaseki in der Nähe des Parlamentsgebäudes zeigt die Figur Unahi-Inu, die sagt: „Sie winden sich wie Aale“. Dies bezieht sich auf den Anstieg der weiblichen Abgeordneten von 8,4 Prozent im Jahr 1946 auf 15,3 Prozent in diesem Jahr. Dieser Anteil ist im internationalen Vergleich immer noch gering. Die Figur von Bakabons Papa fragt dazu: „Ist das alles gut?“ und soll so die Menschen zum Nachdenken anregen.

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Auch auf Twitter werden die Nutzer dazu aufgerufen, ungerechte Beispiele zu nennen und darüber ins Gespräch zu kommen. Indeed Japan möchte bis zum 30. November über Twitter, Telefonanrufe und seine Website Meinungen zu diesem Thema sammeln.

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