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Kinder freuen sich helfen zu können

Japanische Kinder-Baseballteams starten Spendenaktion für Polio-Impfstoff

Während in Industrieländern viele gefährliche Krankheiten dank Impfungen ausgerottet werden konnten, sieht es in Dritte-Welt-Ländern anders aus. Teams der japanischen Little-Baseball-League wollen deswegen helfen und nehmen an einer besonderen Spendenaktion teil.

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Die Kitanagoya Hawks aus Kitanagoya, Aichi gaben diese Saison bekannt, dass sie an einem Spendenprogramm des United Nations Children’s Funds (UNICEF) teilnehmen. Mit jeden Treffer, den sie schlagen, werden 20 Yen (ca. 16 Cent) für Polio-Impfstoff gespendet.

Kinder sind von der Spendenaktion begeistert

Der Betrag entspricht genau einer Impfdosis für Kinder in Drittweltländern. Bei den Kitanagoya Hawks lohnt sich die Aktion auch. In dieser Saison verzeichneten die 57 Spieler insgesamt 299 Treffer, was damit 299 Polio-Impfdosen entspricht.

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Der Manager Kenji Hayakawa zeigte sich dabei sichtlich stolz auf die Kinder. Sie würden ihr Bestes geben, weil sie mit etwas, was sie lieben, etwas für die Gesellschaft beitragen können. Hayakawa hatte von dem Programm dieses Jahr erfahren, nachdem er von dem Unternehmen Next Age Inc. informiert wurde.

Er empfand die Idee als gut und glaubte daran, dass die Kinder noch motivierter bei den Spielen sind. Tatsächlich brachen die meisten Spieler in Begeisterung aus, als er ihnen die Spendenaktion erklärte. Captain Sota Eguchi, der in die sechste Klasse geht, war überrascht, dass sie mit dem Sport den Menschen Impfstoff ermöglichen können.

Japan gilt als Polio-frei

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Next Age Inc. sitzt in Osaka und ist ein Beratungsdienste zur Umsetzung UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Mit der Spendenaktion wollen sie Kindern die Möglichkeit geben, beim Erreichen von einem der 17 Ziele zu helfen, nämlich der „Gewährleistung von guter Gesundheit und Wohlbefinden unter alle Individuen“ der Welt.

Die Kitanogoya Hawks sind mittlerweile nicht die einzigen, die sich an dem Programm beteiligen. Drei Kinder-Baseballteams aus Osaka, Tokyo und Yokohama sammeln gleichermaßen mit ihren Treffen Geld. Die Spenden selbst stammen von J-Port und NMT Japan.

Japan gilt seit 1980 als Polio-frei, hat den Impfstoff aber noch bis 1995 verwendet. In den letzten Jahren sind jedoch immer wieder Fälle aufgetaucht, die an die Krankheit erinnern. 2019 musste man mit einem großen Ausbruch der Masern kämpfen, was wohl daran lag, dass immer weniger Eltern ihre Kinder impfen lassen. Auch bei den Corona-Impfungen sind Eltern teilweise noch unentschlossen.

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