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Japanische Kinder dürfen bald auch ihre Handys in der Schule benutzen

Endlich werden die japanischen Schulkinder eine Möglichkeit haben, mit ihren Handys auch heimlich in der Schule zu spielen.

Das Sekretariat des Bildungsrates der Präfektur Osaka legte am Montag den städtischen Bildungsbehörden einen Entwurf von Leitlinien vor, der es Grund- und Hauptschülern an öffentlichen Schulen ermöglicht, Handys und andere Mobilgeräte als Kontaktmittel bei Katastrophen und anderen Notfällen zu nutzen.

Es würde das erste Mal sein, dass eine Präfektur oder eine Großstadt in Japan den Schülern erlaubt, mobile Geräte mit sich zu tragen. Das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie verbietet es Schülern grundsätzlich, solche Geräte an Schulen zu benutzen.

Das Bildungsministerium ist auf dem Weg zu einer neuen Politik. Der Bildungsminister Masahiko Shibayama sagte, dass er die Politik bezüglich des grundsätzlichen Verbots des Besitzes von mobilen Geräten überprüfen will.

Die neue Richtlinie wird bereits im Geschäftsjahr 2019 nach Rücksprache mit Eltern, Erziehungsberechtigten und Schulpersonal beschlossen.

Wiederaufkommende Katastrophen drängen Regeländerungen

Mädchen mit Handy
Bild: すしぱく/pakutaso

Nach einem Erdbeben im Juni letzten Jahres in der nördlichen Präfektur Osaka, das sich auf dem Weg zur Schule ereignete, forderten Eltern und Erziehungsberechtigte, dass Schüler mobile Geräte mitnehmen dürfen, da sie Schwierigkeiten hatten, die Sicherheit ihrer Kinder zu bestätigen.

Bis zum Erdbeben hatte die Präfekturregierung die Bildungsbehörden der Gemeinden angewiesen, den Besitz von mobilen Geräten zu verbieten. Es war eine Forderungsmaßnahme zur Bekämpfung von Handy-Sucht.

Im Oktober letzten Jahres wurde die Richtlinie jedoch geändert, um den Schülern das Mitnehmen solcher Geräte zu ermöglichen.

Die Richtlinien sehen vor, dass Schüler nur dann Handys und ähnliche Geräte verwenden dürfen, wenn dies von ihren Schulen erlaubt ist. Ein Beispiel dafür wäre bei Katastrophen wie Erdbeben sowie in Notfällen, die während der Hin- und Rückfahrt zur Schule auftreten.

Andere Bedingungen sind folgende:

  •  Kinder müssen ihre Handys in Schultaschen aufbewahren und dürfen diese außer in Notfällen nicht verwenden.
  •  Schüler kümmern sich selbst um ihre Geräte.
  •  Falls es einen Verstoß gegen die Regeln gibt, konfisziert die Schule das Gerät und gibt es an die Eltern oder Erziehungsberechtigten des Schülers zurück.
  •  Die Schulen werden den geeigneten Einsatz von Geräten empfehlen.

Gemeinde-Schulrate dürfen entscheiden, ob sie das Handy-Nutzen erlauben

Jeder Gemeinde-Schulrat wird entscheiden, ob er den Besitz von Handys zulässt und wann er die neuen Regeln umsetzt. Etwas Ende März kommen die formalen Richtlinien für die Bildungsbehörden von der Stadt Osaka und andere.

Als Begründung für diese Regeländerung weist das Bildungsministerium auf eine schon bestehende Ausnahme, nämlich: Viele Schüler tragen schon ein Handy mit sich, da sie eine offizielle Erlaubnis von deren Eltern haben.

Ob ein Schüler ein mobiles Gerät mit sich führt, „liegt im Ermessen seines Betreuers. Die Präfekturbehörde wird das Tragen von mobilen Geräten weder empfehlen noch ablehnen.“

Die Richtlinien betreffen auch die Nutzung mobiler Geräte außerhalb der Schule. Die Schüler sollen ihre Handys maximal 30 Minuten während der Woche und 60 Minuten lang am Wochenende benutzen. Außerdem ist unangemessene Sprache in sozialen Medien verboten.

„Wir wollen, dass die Gemeinden abhängig von den Umständen diese Umsetzungsmethoden implementieren“, sagte ein Abteilungsleiter im Präfekturvorstand des Bildungssekretariats.

Quelle: Yomiuri Shimbun

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