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Japanische LGBT-Richtlinien fordern Verzicht auf Geschlechtsangabe in Formularen

Japan – Eine japanische Rechtsanwaltskammer hat LBGT-Richtlinien aufgestellt, die fordern, dass Fragen zum Geschlecht aus Formularen entfernt werden sollen.

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Die Anwaltskammer in der Chiba Präfektur hat mitgeteilt, dass ihre „LGBT-Richtlinien“ zur Schaffung eines respektvollen Umfelds für sexuelle Minderheiten auch eine Abschaffung von unnötigen Fragen zur Geschlechtsidentität in Registrierungsformularen erfordern. Die Chiba Bar Association will mit den ersten Grundsätzen aufwarten, die explizit auf LGBT-Menschen ausgelegt sind. Dafür hat sich die Anwaltskammer mit den zugehörigen Minderheiten und Personengruppen auseinandergesetzt und daraufhin diese Richtlinien gebildet. Unter anderem soll in diesen stehen, dass Geschlechtsangaben in Formularen, die Besucher bei Beratungen und anderen Begebenheiten ausfüllen sollen, abgeschafft werden, falls diese als unnötig erachtet werden.

Außerdem sollen Toiletten für alle Geschlechter zugänglicher für LGBT-Menschen werden. Der Leiter der Vereinigung, Satoshi Oikawa, sagte, dass es eine Frage der grundlegenden Menschenrechte sei, bei der nicht genügend Anstrengungen unternommen werden.

Zusätzlich will die Vereinigung auch Beratungsdienste für LGBT-Menschen verstärken und den Menschen die Möglichkeit geben, ihren bevorzugten Namen anstelle des Vornamens zu verwenden. Außerdem soll nächsten Monat ein Hotline-Service für LGBT-Menschen angeboten werden.

  • Themen im Artikel:
  • LGBT
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