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Trump-Regierung will Aufenthaltszeit für Korrespondenten einschränken

Japanische Medien fordern Überprüfung der vorgeschlagenen Änderungen von US-Visa für Journalisten

Der Verband der japanischen Medien, die Japan Newspaper Publishers & Editors Association, forderte am Montag die US-Regierung auf, die vorgeschlagenen Änderungen der Visabestimmungen zu überdenken.

Die Änderungen würden dazu führen, dass die Aufenthaltsdauer ausländischer Journalisten im Land stark begrenzt wird. Der japanische Verband, der 129 Zeitungsunternehmen, Nachrichtenagenturen und Rundfunkanstalten vertritt, reichte seinen Antrag in einem Schreiben an das US-Heimatschutzministerium ein.

Medien könnten Korrespondenten nur noch für maximal 480 Tage in die USA schicken

Nach bekannt gewordenen Änderungsvorschlägen können Vertreter ausländischer Medien nicht mehr so lange im Land bleiben, wie es ihre Arbeit erfordert. Stattdessen soll ihr Aufenthalt auf 240 Tage begrenzt werden, mit der Möglichkeit, ihn nur einmal um weitere 240 Tage zu verlängern.

Mehr zum Thema:  Die Einflussnahme der Politik auf die Medien in Japan

Der Verband erklärte in dem Schreiben, dass Korrespondenten mit Sitz in den USA durch die rechtzeitige Bereitstellung von Informationen und Analysen eine wesentliche Rolle bei der Berichterstattung zwischen beiden Ländern gespielt haben. 480 Tage für die Entsendung von Korrespondenten in lokale Büros in den Vereinigten Staaten sind nicht praktikabel, da ein Korrespondent normalerweise vier bis fünf Jahre in einem Land bleibt.

„In vielen Fällen kann es einige Zeit dauern, bis sich ein ausländischer Journalist ausreichend mit den Gepflogenheiten, Gesetzen, Bestimmungen und politischen Strukturen der Vereinigten Staaten vertraut gemacht hat, um eine aussagekräftige Berichterstattung in den Medien zu gewährleisten“, schreibt der Verband und verwies auch auf den störenden Charakter und die praktischen Konsequenzen eines Kurzzeitvisums.

Weltweiter Protest gegen die Pläne der US-Regierung

Die japanischen Medien schließen sich den Medien in Asien und Europa an, um ihre Besorgnis über die möglichen neuen Visumsbegrenzungen zum Ausdruck zu bringen, die die New York Times als eine selbst zugefügte Wunde für die USA kritisiert hat.

Der Vorschlag, die nicht feste Dauer des Statusrahmens abzuschaffen, der auch für nicht einwandernde akademische Studenten und Austauschbesucher gelten wird, wird mehr als 2 Millionen Visuminhaber betreffen.

Vierzehn japanische Medienorganisationen mit Büros in den Vereinigten Staaten, darunter auch Kyodo News, äußerten am Montag in einem separaten Schreiben ihre Besorgnis über die vorgeschlagenen Änderungen und forderten eine anfängliche Aufenthaltsdauer von zwei Jahren, die bei Bedarf verlängert werden kann.

Gegenwärtig sind rund 160 Korrespondenten der 14 Medienorganisationen in den Vereinigten Staaten ansässig.

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