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Home News Japanische Mutter erhält Haftstrafe für tödlichen Missbrauch an eigener Tochter

Widerspruch der Mutter gegen das Gerichtsurteil abgelehnt

Japanische Mutter erhält Haftstrafe für tödlichen Missbrauch an eigener Tochter

Der Missbrauchsfall ereignete sich im Jahr 2018. Ein Ehepaar aus Tokyo vernachlässigte und missbrauchte seine 5-jährige Tochter, die an den Folgen starb. Am Dienstag bestätigte das japanische Obergericht das Urteil der Vorinstanz. Die Mutter wird zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Obergericht lehnte zuvor einen Widerspruch gegen das Urteil von der 28-jährigen Mutter ab. Sie wird beschuldigt, dass sie ihre Tochter im März 2018 im Meguro Ward von Tokyo sterben ließ. Das 5-jährige Mädchen starb einer Sepsis, die durch eine Lungenentzündung verursacht wurde.

Ehepaar misshandelte das 5-jährige Mädchen

Laut dem Urteil des Bezirksgerichts Tokyos vom September letzten Jahres, hat die Mutter ihre Tochter nicht angemessen ernährt. Auch wurde sie nicht ins Krankenhaus gebracht, obwohl sich der Gesundheitszustand ihrer Tochter deutlich verschlechtert hat, nachdem ihr Ehemann, der Stiefvater des Mädchens, sie körperlich verletzt hatte.

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Das Urteil des Bezirksgerichts hat die Mutter mit einer Berufung angefochten. Bei der Berufsverhandlung argumentierte ihr Strafverteidiger, das Urteil sei zu streng. Die Mutter sei Ziel des psychologischen Missbrauchs ihres Mannes gewesen und war nicht in der Lage ihn aufzuhalten. Das Oberste Gericht von Tokyo lehnte den Widerspruch ab und entschied sich für die zuvor festgelegte Haftstraße von 8 Jahren.

Im Oktober 2019 wurde bereits der 35-jährige Ehemann zu einer Haftstraße von 13 Jahren verurteilt. Er habe das Kind körperlich missbraucht, welches zum Tod des 5-jährigen Mädchens geführt hat.

Mehr Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für Kindesmissbrauch

Die Polizei fand ein Notizbuch des Kindes mit täglichen Notizen, in dem das Kind darum bat, nicht mehr misshandelt zu werden. Dieser öffentlichkeitswirksame Fall erregte landesweit Aufmerksamkeit durch die verzweifelten Bitten des 5-jährigen Mädchens den Missbrauch zu stoppen.

Er veranlasste das Parlament, die Gesetze zu revidieren. Eltern und anderen Erziehungsberechtigten ist es verboten die Kinder körperlich zu bestrafen. Des Weiteren sollen Kinderfürsorgezentren mehr Autorität erhalten, in einen Fall einzugreifen, wenn ein Missbrauchsverdacht besteht.

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