Japanische Ölraffinerien Showa Shell und Idemitsu vereinbaren Zusammenschluss

Nachdem die Gründerfamilie von Idemitsu ihren Widerstand gegen die Fusionierung mit Showa Shell Sekiyu K.K. aufgab, haben beide Unternehmen nun ihre Fusion bekannt gegeben.

Bereits im kommenden April wollen sich beide Unternehmen zusammenschließen. Die Gründerfamilie, ein Großaktionär des zweitgrößten japanischen Ölgroßhändlers, hat sich im Juli 2015 bereits gegen eine Fusion ausgesprochen, da beide Unternehmen eine unterschiedliche Unternehmenskultur besitzen. Die japanischen Ölraffinerien sehen sich mit einem Rückgang der Nachfrage nach Erdölprodukten in ihrem Heimatmarkt konfrontiert.

Deshalb haben sich die beiden Unternehmen entschieden zu fusionieren. So dominiert das neu fusionierte Unternehmen zusammen mit dem Branchenführer JXTG Holdings Inc. den japanischen Ölgroßhandel. Idemitsu hat mitgeteilt, dass sie mit dem viertplatzierten Showa Shell einen Aktientausch zum 1. April 2019 durchführen werden.

Kurz zuvor soll Showa Shell von der Börse genommen werden. Idemitsu selbst will seine Anteile mit einem Wert von bis zu 55 Milliarden Yen (etwa 422.400.000 Euro) zurückkaufen, um den Aktientausch vorzubereiten. Beide Unternehmen wollen noch in diesem Jahr eine außerordentliche Hauptversammlung abhalten, um die Zustimmung zur Transaktion zu erhalten. Der Vorsitzende von Idemitsu teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass sie eine solide Einigung erzielen konnten. Der Fusionsdeal beendete eine langjährige Fehde zwischen der Gründerfamilie und dem Unternehmen, nachdem der Enkel des Gründers der Fusion zugestimmt hatte.

Zuvor hatte er auf den Rat eines aktiven Investors gehört. Die Gründungsfamilie selbst teilte mit, dass sie dem Vorstand beitreten und sich bemühen werden, das Unternehmen zu einem besseren zu machen. Nach dem Aktientausch wird Idemitsu die Muttergesellschaft von Showa Shell. Außerdem werden zwei Sitze im Vorstand des fusionierten Unternehmens der Gründerfamilie zugeteilt, wie der Vorsitzende von Idemitsu mitteilte. Zuvor hatte die Gründerfamilie signalisiert, dass sie der Fusion unter der Bedingung, einen Platz im Vorstand zu erhalten, zustimmen wird.

Auch nach dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen werden sie ihre eigenen Namen und Marken verwenden. Nachdem der Deal 2015 durch den Widerstand der Gründerfamilie verhindert worden war, nahm Idemitsu im Juni 2018 die Gespräche mit der Familie wieder auf. Das Unternehmen selbst ist seit langem für seinen seltenen Führungsstil bekannt. Dieser sieht die Mitarbeiter eher als Familienmitglieder als als Mitarbeiter und behandelt sie auch so.

Quelle: Kyodo News

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