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Japanische Organisation fordert strengere Vorschriften für Menschen die auf den Balkon rauchen

Eigentlich gilt Japan ja als Raucherparadies, allerdings wird dieses sogenannte “Paradies” in der letzten Zeit durch verschärfte Regeln erschüttert.

Im Frühjahr wurde die Organisation Neighborhood Second-Hand Smoke Victims Society gegründet, die sich dafür einsetzt, Menschen vor den Gefahren des passiven Rauchens in Wohnungen zu schützen und aufzuklären.

Nun geht die Organisation gegen sogenannte Glühwürmchen-Raucher vor. Diese Raucher gehen ihrer Sucht bevorzugt auf den Balkon nach, wo die glühende Zigarette aussieht wie eines der lumineszierenden Insekten.

Darin sieht die Neighborhood Second-Hand Smoke Victims Society allerdings ein Problem, denn wenn der Raucher im obersten Stockwerk auf den Balkon steht und raucht, bekommen das die Nachbarn unter ihm ab.

Außerdem wird in Japan die Wäsche gerne zum Trocknen auf den Balkon gestellt. Das wiederum führt dazu, dass sie anfängt, nach Zigarettenqualm zu riechen.

Bisher wurde diese Situation hingenommen. Da sich nun allerdings die Einstellung der Menschen zum Rauchen ändert, finden es die Menschen natürlich nicht gut, wenn ihre persönlichen Sachen vom Tabakrauch angegriffen werden.

Daher fordert die Neighborhood Second-Hand Smoke Victims Society nun, dass wenn sich ein Mieter über einen Glühwürmchen-Raucher beschwert, der Vermieter und Bauleiter verpflichtet werden, Maßnahmen gegen diese Situation zu ergreifen. “Man ist sich allerdings bewusst, dass man das Rauchen auf dem Balkon nicht verbieten kann”, so ein Sprecher der Organisation.

Zwar gibt man einer Änderung der Gesetze im Moment noch keine Chance, allerdings arbeitet das Ministerium für Gesundheit aktuell an strengeren Regeln für Raucher, die zu den Olympischen Spielen 2020 in Kraft treten sollen und dann könnten die japanischen Glühwürmchen sehr stark eingeschränkt werden.

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Kommentare

3 COMMENTS

  1. Sehr einseitig, dieser Bericht “… in ihrer Freiheit beschnitten …”
    Und was ist denn mit der (großen!!) Mehrheit der Nichtraucher in der Nachbarschaft, deren Freiheit durch das krebserregende, sich weithin ausbreitende und stinkende Privatvergnügen Einzelner in ihrer eigenen Freiheit (der uneingeschränkten Nutzung ihrer GESAMTEN Wohnung, also auch ihres Balkons, in der Nachtruhe und in ihrem Lüftungsverhalten) fast immer erheblich eingeschränkt werden??
    Überfällig, daß Raucher sich zuerst eine Genehmigung einholen müssen bzw. mit den Nachbarn absprechen, wie diese Belastungen auf ein Minimum reduziert werden könnten – und nicht wie bisher umgekehrt, daß erst das Opfer die Beweislast erbringen muß und von Vermieter/Gericht etc. dann auch noch abgeschmettert wird mit dem Argument, daß all das zumutbar wäre, sich das bißchen Lungenprobleme und Dauerhusterei des zugequalmten Nachbarn doch mit entsprechenden Medikamenten behandelbar wäre, und nur eher unwahrscheinlich Krebs verursachen würde …
    Wie wär`s, auch hier in D-Land solch eine Selbsthilfegruppe zu gründen ausschließlich für in ihrer Freiheit und Gesundheit geschädigte Nachbarn? Als ein solcher habe ich große Lust dazu!!
    Wer macht mit??

    • Das Rauchen viel mehr Schaden anrichtet ist natürlich richtig, aber in dem Fall geht es um die Argumente dieser Gruppe. Übrigens: Wenn wir damit Anfangen, dann bitte auch das Grillen einschränken und ganz wichtig: Autofahren in den Städten verbieten oder sehr stark einschränken, denn auch hier werden Stoffe erzeugt, die nicht angenehm und durchaus gefährlich sind. Allerdings stimme ich zu, man sollte als Raucher unbedingt ganz genau Rücksicht auf seine Umwelt nehmen (und das sage ich als Raucher)

  2. Kann ich verstehen und unterstütze die Idee im Grunde auch.
    Ich war vor kurzem erst geschockt, als ich erfahren habe, dass in Japan tatsächlich noch Rauchen in Gaststätten usw erlaubt ist. Ich komme aus NRW, wo das Landesweit schärfste NRSG am frühesten eingeführt wurde (soweit ich mich richtig erinnere), rauche selber und komme mit den “Einschränkungen” eigentlich ganz gut klar, allerdings gibt es auch bei uns in Deutschland entsprechende Urteilssprechungen, deren Auslöser rauchende Nachbarn auf ihrem Balkon waren, über welche sich beschwert wurde.

    Das, was hier angeregt wird, ist erst einmal nur der erste Tropfen im Fass, finale Gesetze sehen dann oft anders aus. Und wenn es eben auf Raucherbereiche in den Gebäudekomplexen hinausläuft. Positiver, möglicher Nebeneffekt: Weniger gequalme, weil die Raucher nicht so oft so weit rausgehen möchten. Das habe ich zumindest bei mir bemerkt, und da ist es nur ein Stockwerk.

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