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Speditionsunternehmer mit zweiten Standbein

Japanische Pizzeria bietet kostenlose Pizza für bedürftige Kinder an

Kinder, die nicht genügend zu essen bekommen, sind leider auch in Japan kein unbekanntes Thema. Dagegen möchte Seiji Kaetsu, Besitzer von „Kaetsu’s delicious pizza shop“ in Chibas Chuo Ward, angehen.

Der Mann engagiert sich seit etwa Februar 2020 dafür, Pizza kostenlos an Kinder zu verteilen. Kaetsu, der seinen Laden in eine Art „Kinder-Cafeteria zum Mitnehmen“ verwandelt hat, sagte: „Ich kann Not leidende Kinder nicht allein lassen. Kinder können sich ihre Eltern nicht aussuchen, aber ich möchte zumindest mit allen zusammenarbeiten, um sie mit Mahlzeiten zu versorgen.“

Kostenlose Pizza für Kinder

An der Tür seines Ladens hängt ein Schild mit der Botschaft: „Wenn du hungrig und in Not bist, klingle gerne an der Tür.“

Kaetsu arbeitete als Student in Teilzeit bei einer Spedition und brach sein Studium mit 20 Jahren ab, um sich im Transportwesen selbstständig zu machen, womit er inzwischen sehr erfolgreich ist. Dass er anfing, Pizza zu machen, ist dagegen eher ein Zufall. Für die Mitarbeiterkantine backte er Pizzen und merkte, wie viel Spaß ihm diese Tätigkeit bereitete.

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Er suchte im Internet nach Rezepten und testete sie täglich. Er sagte, dass er in der Lage war, die Kosten und den Zeitaufwand für die Herstellung der Pizza im Vergleich zu anderen bestehenden Pizzerien zu reduzieren, und erkannte, dass er daraus vielleicht ein Geschäft machen könnte.

Sechs Pizzasorten im Angebot

Kaetsu erinnerte sich an den Gedanken, dass er sich in der Branche neben den großen Ketten durchsetzen würde, indem er das „100-Yen-Sushi“ der Pizzawelt wird. Um die „zweite Runde“ seines Lebens einzuläuten, eröffnete er den Pizzaladen im Oktober 2018. Ab 2019 hat er die Leitung seines Frachtunternehmens in die Hände von leitenden Angestellten gelegt und sich ganz dem Betrieb des Pizzaladens gewidmet.

Die Speisekarte wurde auf sechs Sorten (darunter z. B. auch die Margherita-Pizza) eingegrenzt, die von den Mitarbeitern der Frachtfirma zuvor in einem Fragebogen ausgewählt wurden. Jede Pizza kostet 1.000 Yen (etwa 7,50 Euro) und ist in einer Größe mit einem Durchmesser von 28 Zentimetern erhältlich.

Die Abläufe wurden so weit wie möglich mechanisiert. Die Kunden können an einem Automaten die gewünschte Pizzasorte auswählen und dann nach etwa drei Minuten Wartezeit die Pizza frisch aus dem Ofen erhalten.

Etwa zwei Kinder kommen im Monat für kostenlose Pizza

Das Geschäft läuft gut in der Pizzeria zum Mitnehmen, die sich den Ruf erworben hat, günstige und leckere Pizza zu machen. Im Dezember 2019 war Kaetsu gerührt, wie glücklich die Kinder waren, als er Pizza als Weihnachtsgeschenk an eine Kinderfürsorgeeinrichtung in der Stadt Chiba lieferte, um der lokalen Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Dies inspirierte ihn zu der Überlegung, ob er in seinem Geschäft nicht auch etwas dergleichen tun könnte, was dazu führte, dass er Kindern kostenlos Pizza zur Verfügung stellte.

Obwohl es nur ein oder zwei Kinder pro Monat sind, die an der Tür klingeln, boten lokale Kunden, die das Schild am Eingang sahen, an, Geld und Zutaten zu spenden. In ganz Japan haben Restaurants angefangen, Kinder zu unterstützen, nachdem Kindercafeterien aufgrund der Pandemie zu kämpfen hatten.

Auch in der Firma viele Vorteile

Kaetsu sagte, dass es ihn glücklich mache, lächelnde Gesichter zu sehen. Und nach dieser Einstellung führt er auch seine Spedition weiter. Er hat Luxusautos wie Ferraris und Porsches sowie Wohnmobile und andere Fahrzeuge als Firmenwagen bereitgestellt, die von allen Mitarbeitern der Spedition genutzt werden können. Auch das Mitarbeiterwohnheim kann kostenlos genutzt werden.

Der Pizzabäcker erklärte, dass er selbst einen Gebrauchtwagen, der für die breite Masse gedacht ist, besäße. Es mache ihm nichts aus, wenn sein Portemonnaie zerfleddert ist. Er arbeite gerne und verdiene zielstrebig Geld. Sein Lebensmotto lautet am Ende aber „Geld für jemand anderen verwenden“.

Er hat von seinem Vater gehört, dass zu seinen Vorfahren auch Kaetsu Gisaburo gehörte, der sein persönliches Geld für Landgewinnungsarbeiten im Ariake-See bei Kumamoto im Südwesten Japans zwischen der zweiten Hälfte der Edo-Periode und der Meiji-Zeit einsetzte. „Das ist vielleicht etwas, das mir im Blut liegt“, sagte Kaetsu mit einem Lächeln.

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