Stats

Anzeige
Home News Japanische Polizei entdeckt neues Computerprogramm für Hacker

Japanische Polizei entdeckt neues Computerprogramm für Hacker

System greift automatisch mit illegalen Daten auf Webseiten zu

Wo die Olympischen Spiele immer näher rücken, will Japan seine Cybersicherheit so gut es geht verbessern. Aus dem Grund versuchen sich Behörden auf die neusten Bedrohungen vorzubereiten. Der japanischen Polizei gelang es kürzlich ein neues Computerprogramm zu entdecken, mit dem Hacker sich ineffizient unautorisierten Zugang zu Online-Diensten verschaffen können.

Das neuartige Programm fand die Polizei bereits im Mai 2019 bei einem chinesischen Staatsbürger. Sie beschlagnahmte nach der Festnahme seine Sachen, da er unter dem Verdacht stand einen nicht registrierten Server für illegale Geldtransfers nach Übersee zu betreiben. Den besagten Server untersuchte die Polizei, bei dem sie glaubten, dass er über eine Seite in Ibaraki Zugang zum Internet gewährte. Sie fanden dabei das besagte Programm auf dem Server.

Mehrere Millionen illegale Daten auf dem Server

Nach bisherigen Nachforschungen wird das Programm bei listenbasierten Angriffen verwendet. Bei derartigen Attacken versuchen Hacker auf Online-Dienste zuzugreifen, in dem das Programm ihnen mit gestohlenen Identitäten und Passwörtern ein Login ermöglicht. Unzählige Daten werden dabei automatisch eingegeben, um einen schnellen Zugriff auf verschiedene Seiten zu ermöglichen.

Mehr zum Thema: 
Ende des Supports von Windows 7 betrifft fast 14 Millionen Computer in Japan

Das neue Programm ist jedoch noch ein wenig perfide laut Polizei. Es arbeitet schneller, da es passende Nutzer schon raussucht. Das System findet aktive E-Mail-Accounts und findet über die E-Mails die Daten fürs Online-Banking oder andere digitale Bezahlsystem heraus. Die werden anschließend katalogisiert, sodass das Programm bei einem Hack nur die passenden Daten verwendet. Auf dem gefundenen Server selbst befanden sich 65 Millionen Sätze von IDs und Passwörtern.

Die Polizei glaubt, dass Hacker mit dem Programm kurze Listen von Diensten erstellen, die sie angreifen wollen und bei denen sie effizienter sowie erfolgreicher Zugriff bekommen. Es ist aktuell nicht klar, ob das Programm bereits im Einsatz ist und es schon Hackerfälle gab. Die Polizei warnt jedoch Personen davor, wichtige IDs und Passwörter für mehrere Dienste zu verwenden.

NHK

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here